kunstraum t27
Thomasstr. 27
12053 Berlin
Öffnungszeiten:
Mi bis So
15 -19 Uhr

Rollbergatelier KiRK

Parkgespräche
Talk im Körnerpark

 2013/2012/2011 | 2010| 2009| 2008| 2007 | 2006 | 2005

Nord + + + Nord + + + Nord + + + + Süd Vernissage: Freitag, 17. Mai 2013, 19.30 Uhr

18. Mai bis 9. Juni 2013


Künstler/innen aus dem Norden zu Gast im Kunstverein Neukölln


Postkarte Vorderseite v.l.n.r.: Corinna Altenhof, Susanne Kallenbach, Volker Altenhof, Tamer Serbay

Corinna Altenhof, Susanne Kallenbach, Volker Altenhof, Tamer Serbay

Kuratiert von Volker Altenhof

Die aktuelle Ausstellung des Kunstvereins Neukölln präsentiert Werke von vier Künstlerinnen und Künstlern aus dem hohen Norden der Republik. Als Gattung vertreten sind Malerei, Arbeiten auf Leinwand/ Papier mit Wachs und Pigment und Keramikobjekten. Immer wieder scheinen sich dabei in den Werken interdisziplinäre Vorstellungen zu neuen Konzepten zeitgenössischer Kunst zu verweben, führen zu neuen Strukturen, ungewohnten Formen und zu intensivster Farbigkeit. Nie geht es nur um den oberflächlichen Eindruck, denn jede Arbeit zeigt eine zeitliche Dimension, erzählt eine Geschichte für die nicht selten eine Erinnerung oder ein starkes Gefühl den Ausgangspunkt bildete. Der Betrachter ist eingeladen diesem nachzuspüren.



volker Altendorf 'Küstenlinie I' , Foto: Volker Altendorf

>> bilder


Die Werke von Volker Altenhof verbinden Abstraktion mit gegenständlichen Zitaten und vieldeutigen philosophischen Inhalten. Der Künstler hat in jahrzehntelanger Beschäftigung zu einer ganz eigenen Bildsprache gefunden. Farbe ist dabei für ihn das bestimmende Gestaltungselement. Er erreicht eine intensive Wirkung durch die mit Spachtel, Bürste oder Schwamm reliefhaft bearbeitete Grundierung. In aufwändigen Arbeitsprozessen wird Farbe lasierend aufgetragen und wieder abgeschliffen. Bis zu zwanzig Mal wiederholt Altenhof dieses Verfahren, so dass die Bildoberfläche eine reliefartige Struktur erhält, in der Farbtöne mehrfach gebrochen werden und eine vielschichtige Transparenz entsteht.

www.volker-altenhof.de

 


Corinna Altenhof 'ohne Titel', Foto: Corinna Altenhof

>> bilder


Corinna Altenhof schafft Memorablien in Wachs. Sorgfältig werden verschiedene Schichten aufgetragen, strukturiert und ausgestaltet. Als Ausgangspunkt fließt oft eine Erinnerung an etwas Erlebtes oder Gesehenes in den Schaffensprozess ein. Ein flüchtiger Moment wird auf diese Weise schöpferisch und selbstreflexiv skizziert und konserviert. Der Flüchtigkeit des Augenblicks wird eine Fixierung im Material entgegen gesetzt.
Zugleich erfährt die Erinnerung durch intensive Reflektion, künstlerische Abstraktion sowie durch die Farbgebung eine Distanzierung vom rein subjektiven Erleben. Die Bilder laden so zum individuellen Nacherleben ein.

www.corinna-altenhof.de

 


Tamer Serbays 'Schlafende', Foto: Tamer Serbays

>> bilder


Wer Tamer Serbays Arbeiten kennt, weiß, dass er sehr sparsam mit Figuren umgeht. Mit der neuen Werkserie "Crossover" wagt Tamer Serbay nicht nur einen weiten Zeitsprung, er wagt sich auch ins Figurative und Narrative vor. Die Arbeit am Kulturgut " europäischer altmeisterlichen Malerei", die ihm durch seinen langjährigen Aufenthalt in Europa vertraut ist, liefert ihm unerschöpfliche, figurative Bildwelten, die dazu mit ebenso detailreichen wie zauberhaften Kontexten von Liebe und Tod, Status und Macht, Geschichte und Zukunft behaftet sind. Mit Hilfe fotografischer Bildbearbeitung gelingt es Tamer Serbay, diesem europäischen Bildreservoir eine geradezu moderne Sinnhaftigkeit abzuringen.

www.tamerserbay.de

 


Susanne Kallenbach, Ziegelplastik, Foto: Susanne Kallenbach

>> bilder


Susanne Kallenbach beschreitet in der keramischen Kunst ungewohnte Wege. Sie schafft Strukturgefäße und dreidimensionale Tonplastiken, in denen sich bildhauerische Vorstellungen mit grafischen und malerischen Konzepten verbinden. Bestimmend wirken die ablesbare Ambivalenz von Künstlichkeit und Naturhaftigkeit, der spannungsvolle Kontrast aus Ruhe und Bewegung und die daraus resultierende Verschränkung von durchaus gegensätzlichen Objekterfahrungen. Das Tonobjekt bildet bei Susanne Kallenbach den Ausgangspunkt einer komplexen künstlerischen Untersuchung ihres Materials, in der sie auf vielfältige Weise diejenigen Mittel reflektiert, die einem Gefäß wesentlich sind und die zur keramischen Plastik führen. An bildhauerischen Fragen interessiert, operiert sie mit Definition, Tektonik und Mehransichtigkeit des Körpers, mit Grenzen und Achsen des Raums sowie mit atmosphärischen Werten, etwa dem Spiel von Licht und Schatten.

www.kallenbach-keramik.de
 


Vernissage: Freitag, 17. Mai 2013, 19.30 Uhr

Vernissage und Start der Kunst-Lotterie!


Finissage: Sonntag, 9. Juni 2013, 19.30 Uhr

Finissage mit Künstlergespräch und Auslosung der Kunstlotterie!



Crossing Context Neukölln – Month of Performance Art - Berlin 2013

2. Mai bis 14. Mai 2013


Ort: kunstraum t27 und der öffentliche Raum Nord-Neuköllns


Postkarte Crossing Context Neukölln

Beteiligte Künstler_Innen und Aktivist_Innen:
CestBeauLePouvoir | Christine Dilmi | Bailly Blo und Layla Torres Mollerup | Vinyl Terror and Horror | Allio - Weber | Ellen Vestergaard Friis | Magda Mrowiec | Sara Hamming | Boris Azemar | Giraff Graff

Kuratiert von Camilla Graff Junior
Koordination und Öffentlichkeitsarbeit: Emily Rocher und Rebekka M. Hofmann
Redaktionsassistent: Luisa Greenfield
Produziert von Giraff Graff in Co-Produktion mit dem Kunstverein Neukölln e.V. / kunstraum t27

Im Month of Performance Art-Berlin präsentiert sich der Reichtum und die Vielfalt der zeitgenössischen, unabhängigen und experimentellen Performancekunst an verschiedenen Standorten. MPA-B bringt wegweisende Performances sowohl einem breiten als auch einem Fachpublikum näher. Für das diesjährige Programm wurden 17 internationale Kurator_Innen verpflichtet. Beim Kunstverein Neukölln ist das Performance-Projekt Crossing Context Neukölln angesiedelt, das von der Künstlerin Camilla Graff Junior - mit Unterstützung durch das Danish Arts Council - kuratiert wird.

Crossing Context Neukölln thematisiert "Interventionen durch künstlerische Forschung" und wird insgesamt bis 2015 fortgesetzt. Die diesjährige Ausgabe stellt elf Arbeiten dänischer und französischer Künstler_Innen und Aktivist_Innen vor. Leitthemen sind "Identität" und "Gender".

Die Performance-Reihe beginnt mit einem fünftägigen, öffentlichen Workshop der Urban-Designerin Pascale Lapalud und der Soziologin Chris Blache zum Thema Gender and the city. Speziell geht es um die Präsenz des Weiblichen im öffentlichen Raum. Die beiden Künstlerinnen zeigen dabei Parallelen zwischen Neukölln und dem multikulturellen Pariser "zwanzigsten Bezirk" auf, wo vergleichbare Gentrifizierungs-Prozesse stattfinden. Am Richardplatz trifft man auf die Künstlerin Christine Dilmi, die dort für 96 Stunden im Rahmen ihrer Performance Fil Conducteur ein Zelt aufstellen und in einen intensiven Kontakt mit AnwohnerInnen und PassantInnen treten wird. Die bildende Künstlerin Magda Mrowiec lädt beim Urban Dawns. Breakfast with the Sun zum Sonnenaufgang auf der Lohmühlenbrücke ein. Bei der Performance Whole Body Treatment #4 von Sara Hamming erlebt das je aus nur einer Person bestehende Publikum nach dem Vorbild therapeutischer Behandlungssituationen eine individuelle Körper-Performance.

Vom 7. bis 14. Mai ist der kunstraum t27 täglich Austragungsort von Performance-Projekten: Das in Berlin lebende Künstlerduo Vinyl Terror und Horror zeigt eine Konzert-Installation mit repetitiven Arrangements, halsbrecherischen Mixturen, Film-Amateur-Sound-Effekten und Kratzern und eröffnet zusammen mit Oswaldo's bar ( Layla Torres Mollerup und Bailly Blo) die Veranstaltungsreihe.

Die Autorinnen und Regisseurinnen Allio - Weber aus Paris befassen sich in ihren Videoinstallationen Prim'Holstein und Fin de l'Origine du monde mit Fragen zur Konstruktion von sozialer Identität und Geschlecht. Ellen Vestergaard Friis erforscht in ihren Arbeiten Six Saints: Tycho Brahe und Six Saints: H.C.Ørsted das Themenspektrum Zeit, Licht und Energie und entwickelt je ein Werk, das nur im Raum stattfindet und eines, das nur in der Zeit stattfindet.

Das Programm schließt mit zwei Performances zum Thema Autobiographisches Schreiben ab. In dem performativen Essay A Golem, a Clown, a Recluse von Boris Azemar geht es um die Suche nach neuen Identitäten jenseits des biologischen männlichen Geschlechts, die tiefliegende Sehnsüchte nach Schwangerschaft, Geborgenheit und kollidierenden sozialen Normen aufweisen. Der Vortrag und die Performance My mom is a wolf, my dad . der dänischen Künstlergruppe Giraff Graff lenkt am letzten Abend den Blick auf unser Innerstes und befasst sich mit Heilungsprozessen, die von der Frage nach dem inneren Tier, seinem Wesen und der Möglichkeit mit ihm in Dialog zu treten, angeregt werden sollen.


2. bis 6. Mai: Projekte im öffentlichen Raum Nord-Neuköllns
7. bis 14. Mai: täglich um 19:30: Performances im kunstraum t27, Eintritt 3 Euro


Für Mitglieder des Kunstvereins Neuköllln ist der Eintritt bei den Veranstalungen im kunstraum frei!

Komplettes Programm:
http://www.mpa-b.org/camilla-graff-junior.html
>>auf Facebook


ZEITPLAN - ORTSSPEZIFISCHE PROJEKTE

2. bis 6. Mai
11:00 - 17:00

CestBeauLePouvoir (FR)
GENDER AND THE CITY
Ortsspezifischer Workshop
Anmeldung: pascalelapalud@genre-et-ville.org
Treffpunkt: k- fetisch, Wildenbruchstr. 86, 12045 Berlin
www.genre-et-ville.org

2. bis 6. Mai
14:00 - 14:00 (96 Stunden)

Christine Dilmi (FR)
FIL CONDUCTEUR
Ortsspezifische Langzeit-Performance
Richardplatz, 12055 Berlin

Sonntag, 12. Mai
5:00 - 7:00

Magda Mrowiec (FR)
BREAKFAST WITH THE SUN
Participatory video work
Treffpunkt: Lohmühlenbrücke, 12045 Berlin
www.urbandawns.blogspot.com



ZEITPLAN - KUNSTRAUM T27

4-It-must-be-my-imagination, Foto: 4-It-must-be-my-imagination

Dienstag, 7. Mai
19:30 - 20:30

Vinyl Terror and Horror (DK)
IT MUST BE MY IMAGINATION
Konzert
www.vinylterrorandhorror.com

Oswaldo's Bar Ze Na, Foto: Oswaldo's Bar Ze Na

Dienstag, 7. Mai
20:30 - 23:00

Bailly Blo und Layla Torres Mollerup (DK)
OSWALDO'S BAR
Performance

Cest Beau Le ouvoir, Marie-Decraene, Foto: Marie-Decraene

Mittwoch, 8. Mai
19:30 - 22:00

CestBeauLePouvoir (FR)
GENDER AND THE CITY
Post-Workshop Diskussion / Installation
www.genre-et-ville.org

Allio-Weber, Foto: Allio-Weber

Donnerstag, 9. Mai
19:30 - 21:00

Allio - Weber (FR)
PRIM'HOLSTEIN und FIN DE L'ORIGINE DU MONDE
Video Installation
www.allio-weber.over-blog.com

Ellen-Verstergaard-Friis, Foto: Ellen-Verstergaard-Friis

Freitag, 10. Mai 19:30 - 21:00
Ellen Vestergaard Friis (DK)
SIX SAINTS: TYCHO BRAHE und SIX SAINTS: H.C.ØRSTED
Performance
www.ellenfriis.dk

Urban-Dawns, Foto: Magda-Mrowiec

Samstag, 11. Mai
19:30 - 21:00

Magda Mrowiec (FR)
URBAN DAWNS
Video Installation
www.urbandawns.blogspot.com

Sara Hamming und Tine Byrdal, Foto: Sara Hamming und Tine Byrdal


Samstag, 11. und Sonntag, 12. Mai
11:00, 13:00 und 15:00

Sara Hamming und Tine Byrdal (DK)
WHOLE BODY TREATMENT #4
Theater auf dem Körper
Für einen Zuschauer pro Performance und nur mit Reservierung
unter: wholebodytreatment@gmail.com
www.moribund.dk

A-Golem,-a-Clown,-a-Recluse, Foto: Boris Azemar

Montag, 13. Mai
19:30 - 21:00

Boris Azemar (FR)
A GOLEM, A CLOWN, A RECLUSE
Performance
http://arthung.wordpress.com

3-My-mom-is-a-wolf,-my-dad Ö, Foto: Camilla-Graff-Junior

Dienstag, 14. Mai
19:30 - 21:00

Giraff Graff (DK)
MY MOM IS A WOLF, MY DAD …
Performance - Vortrag
http://www.facebook.com/pages/Giraff-Graff



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fotokonkret

6. April bis 5. Mai 2013

Kirsten Heuschen · Yala Juchmann · Viram Lyonn · Jens Waldenmaier

Kuratiert von Rebekka Hofmann, Karl Menzen und Norbert Steigerwald

Was kann konkrete Fotografie sein?
Auf eine Antwortsuche begibt sich der Kunstverein Neukölln mit der Ausstellung fotokonkret im kunstraum t27. Gezeigt werden fotografische Arbeiten von vier Künstlerinnen und Künstlern, die in der Verschiedenheit der ihnen zugrunde liegenden Konzepte, ihrer Ausgangsmaterialien wie auch der fototechnischen Verfahren und nicht zuletzt ihrer Präsentationsweisen zahlreiche Facetten des Phänomens erschließen. Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler thematisieren das Fotografische an sich und fokussieren die medialen Bedingungen: das Licht, die lichtempfindlichen Trägermaterialien, fotochemische Vorgänge, den Apparat. Auf je eigene Weise loten sie die spezifischen Möglichkeiten des Mediums aus und beziehen bei der Bildgenese mitunter den Zufall bewusst als gestalterisches Moment ein.
Ihre fotografischen Expeditionen zeitigen Bilder, deren Bezug zur äußeren Wirklichkeit im Dunkeln bleibt oder die zwischen noch rudimentärer Gegenständlichkeit und reiner Form- und Farbabstraktion oszillieren. Teils entfalten sie dabei eine Ästhetik, die sie in die Nähe gewisser Stilprinzipien der Malerei rückt, teils besitzen sie ausgesprochen zeichnerischen Charakter.



Kirsten Heuschen', Foto: Kirsten Heuschen

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Kirsten Heuschen zeigt in ihren beiden Arbeiten Fotografie in ihrer Nacktheit. Zum einen handelt es sich um ein großformatiges Fotogramm, das im Gegensatz zur herkömmlichen Fotografie ohne Kamera entsteht. Dabei verwendet sie ein transparentes Material, das durch unregelmäßige Überlagerungen eine stark tiefenräumliche Bildwirkung erzeugt. Zum anderen führt sie eine installative Wandarbeit aus, für die sie ein altes fotografisches Edeldruckverfahren mit typisch cyanblauen Farbtönen und einer reichen farblichen Abstufung zur Anwendung bringt: die Cyanotypie. Die einzelnen Cyanotypien wirken wie Sterne oder Planeten, ein Eindruck, der durch ihre Präsentationsweise verstärkt wird.

www.kirsten-heuschen.de/
 


Yala Juchmann', Foto: Yala Juchmann

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Yala Juchmann nutzt für ihre serielle Arbeit elysian fields das Erdreich als Kamerakörper, durch den das Licht sich einen Weg zu lichtempfindlichem Material bahnen muss. Auf diese experimentelle Weise entstehen höchst malerisch-abstrakte Kompositionen, die gleich archäologischen Artefakten präsentiert, längst Vergangenes anklingen lassen. In der Serie/Arbeit fragments wiederum verwendet sie Fotogramme von Papier und Folien-Anordnungen als Motive und löst durch bewusste Eingriffe die rechteckige Bildform klassischer Fotografie auf.

www.yalajuchmann.de
 


Viram Lyonn', Foto: Viram Lyonn

>> bilder


Viram Lyonn greift in seinen Arbeiten das Thema der Reproduzierbarkeit von Fotografie auf. In seinen farbigen Fotos werden vorhandene Bildmotive fotografiert und durch wiederholtes Kopieren des jeweils neuen Fotos immer stärker verfremdet bis das gegenständliche Ausgangsmotiv sich in ein reines Farbflächenspiel auflöst. Auch in der großformatigen Schwarzweiß-Arbeit nutzt er eine fotografische Replik, die nun aber so weit vergrößert wird bis die ursprünglich narrative Struktur zugunsten einer Pixelauflösung zerfällt. Das so gewonnene Bild wird in mehrere Einzelbilder zerlegt, die wie Module zu einem neuen Ganzen zusammengefügt werden.

 


VJens Waldenmaier', Foto: Jens Waldenmaier

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Jens Waldenmaier erforscht mit seiner Kamera den Raum über eine bestimmte Zeit hinweg und hält dessen Veränderungen in einem einzigen Bild fest. Den Verschluß mehrfach öffnend und dabei die Kamera bewegend, folgt er intuitiv dem Rhythmus und dem Klang des Raums. In den entstehenden Bildern ist der Raum jedoch nicht mehr erkennbar, sondern auf Form, Farbe und/oder Linie reduziert. Die neuen Muster und Strukturen beinhalten den Zeitfaktor des Pro-zesses und Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen zu einer Assemblage aus Momentaufnah-men.

jenswaldenmaier.net
 

Vernissage: Freitag, 5. April 2013, 19.30 Uhr

Vernissage und Start der Kunst-Lotterie!


Workshop: Samstag, 13. April 2013, 14.00 Uhr

Workshop zur Cyanotypie mit der Künstlerin Kirsten Heuschen
Materialkostenbeitrag: 5,- Euro
Anmeldung erbeten: info@kunstraumt27.de


Finissage: Sonntag, 5. Mai 2013, 19.30 Uhr

Finissage mit Künstlergespräch und Auslosung der Kunstlotterie!



Melos - Zwischen Räumen

 


Postkarte Melos

Galerie im Saalbau:
2. März - 14. April 2013 / Vernissage am 1. März 2013, 18:00 Uhr

kunstraum t27:
2. März - 31. März 2013 / Vernissage am 1. März 2013, 20:00 Uhr

Vitrine im U-Bhf. Karl-Marx-Straße:
1. März - 31. März 2013

Sabine Ammer | Bernd Bleffert | Frederik Foert | Peter Grosshauser | Inger Lise Hansen | Douglas Henderson | Friederike Klotz | Monika Lilleike & Elvira Hufschmid | Jurgen Ostarhild | Deborah S. Phillips | Steffi Stangl | Manfred Walther | Eva AM Winnersbach | Markus Wirthmann

Kuratiert von Rebekka Hofmann, Susann Kramer, Karl Menzen und Dr. Martin Steffens

Im Rahmen der Reihe "Labor Neukölln" ist der Kunstverein Neukölln zu Gast in der Galerie im Saalbau und nutzt diese Einladung zu einem zwischen drei Räumen korrespondierenden Ausstellungsprojekt:

Der aus dem Griechischen stammende Begriff "melos" beschreibt jene Energie, die den Abstand zwischen einzelnen musikalischen Tönen überbrückt und so eine Melodie erst zum Klingen bringt. In dem Ausstellungsprojekt Melos - Zwischen Räumen werden diverse Abstände überbrückt: zwischen Orten, Kunstgattungen und künstlerischen Positionen wie Intentionen. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, sich zwischen drei Ausstellungsorten zu bewegen und dabei verschiedene Atmosphären und Tempi einzufangen. Verteilt auf die Galerie im Saalbau, den kunstraum t27 und die Vitrine im U-Bahnhof Karl-Marx-Straße begegnen ihnen künstlerische Arbeiten, welche in unterschiedlichen Medien Aspekte von Rhythmus, Bewegung, Klang und Zeit thematisieren. Den verschiedenen Räumen sind dabei jeweils eigene Geschwindigkeiten zugeordnet, die von überraschenden Analogien und Synergien geprägt sind und ihr urbanes Umfeld kontrastieren. Die Bewegung in den Kunstwerken wird teils thematisiert oder dargestellt, andere Arbeiten wiederum sind per se kinetisch angelegt: Die ihnen innewohnende Bewegung drückt sich in zwei Erscheinungsformen aus: dem Geräusch und der zeitlichen Dauer. Entsprechend sind viele der Arbeiten als klingende Kunstwerke konzipiert, die langsam, leise, laut oder schnell sein können.

In der Galerie im Saalbau entsteht im Rahmen vom Melos eine subtile Ruhezone, die sich vom zuweilen hektischen Treiben der Karl-Marx-Straße bewusst abhebt. Als Überleitung zum Stadtraum beginnt die Ausstellung bereits in den Schaufenstern der Galerie. Zwei Filmarbeiten machen dort Aufbau- und Zerfallsprozesse von Architektur sichtbar. Manfred Walthers Zeitraffer-Film 80.000 Shots dokumentiert im atemberaubenden Tempo die Bauarbeiten am Potsdamer Platz als "lebende Installation" aus Kränen, Gruben, Stahlgerüsten und rund 5000 Arbeitern, die sie Tag für Tag in Bewegung hielten. Inger Lise Hansen dagegen führt in Live-Animationstechnik die stückweise Enthüllung und Dekonstruktion eines Holzhauses vor Augen und macht so neben der Vergänglichkeit auch die privaten Schichten von Behausungen sichtbar. Friederike Klotz baut einen Turm aus Ganzseiten-Leselupen, in dessen Innerem sich mehrere Etagen einer mit Menschen bevölkerten Stadtlandschaft langsam drehen. Je nach Winkel zu den gläsernen Wänden verzerrt sich das Innere zu einer Science-Fiction-artigen Stadtkulisse. Die Eigendynamik der Arbeit und die zusätzliche Bewegung des betrachtenden Auges summieren sich zu einem frappanten Erlebnis. Flüchtige Skulpturen, ausgelöst durch äolische Prozesse, schafft Markus Wirthmann. In einer labormäßig anmutenden Inszenierung simuliert er "en miniature" die kaum merkliche Bewegung einer Wanderdüne. In der Natur zu beobachtenden Prozesse werden durch diverse Vorrichtungen wie Ventilatoren, Windleiteinrichtungen und Elektrik simuliert und wirken so beständig und formend auf den Quarzsand ein. Bernd Bleffert nutzt die Fließfähigkeit des Sandes zur Klangerzeugung. Aus aufgehängten Plastikflaschen rinnen Sandstrahle auf mit Folie bespannte Röhrchen und erzeugen scharfe, schneidende bis atmend, hauchende Töne. Durch Pendelwirkung entstehen rhythmische Strukturen, die sich sehr langsam und fast unmerklich, geradezu minimalistisch verändern. Sabine Ammer stellt gezeichnete Bewegungsstudien aus, die in einer intensiven Zusammenarbeit mit einer Tänzerin entstanden und unterschiedliche Bewegungsverläufe und differenzierte Geschwindigkeiten einfangen. Bewegung durch Klang erzeugt Douglas Henderson. Sein mit Wasser gefüllter Lautsprecher dokumentiert anschaulich die Wirkkraft kaum wahrnehmbarer, da niedrigfrequenter Sinustöne, welche innerhalb der 79-minütigen Komposition stetig sich ändernde Wellenfigurationen erzeugen. Deborah S. Phillips zeigt eine Installation, die mit dem Medium Licht und Wasser arbeitet. Über einen Diaprojektor werden statische Bilder auf eine wassergefüllte Glaskugel projiziert, deren Inhalt punktuell in strudelnde Bewegung gesetzt wird. Bei den Dias handelt es sich um vielschichtige Collagen, aus deren verzerrter, bewegter Wiedergabe und wechselnden Streulichteffekte eine überraschende Variabilität der Sinneseindrücke entsteht. Eva AM Winnersbach schafft eine subtile Bodenarbeit, die erst beim Betreten ihre an eine unsichtbare Mechanik gekoppelten, akustischen Geheimnisse preisgibt und die Aufmerksamkeit der Besucher/innen auf die eigenen Bewegungen im Raum lenkt.

Eine weniger beschauliche Grundstimmung empfängt den Besucher im kunstraum t27. Der von der Hauptverkehrsstraße zurück liegende Raum an der begrünten Thomashöhe ist vornehmlich der Schnelligkeit, den lauten Geräuschen und dem Kreisen gewidmet. Frederik Foert lässt einen über eine Bohrmaschine angetriebenen Spielzeugporsche sich ständig überschlagen, wobei das Fahrzeug und die angrenzende Wand im Laufe der Zeit immer mehr in Mitleidenschaft gezogen werden. Als filmische Aufzeichnung erfährt dieser Dauerunfall zudem noch cineastische Überhöhung. Der Raserei im Autoverkehr widmen sich auch zwei Videoarbeiten: Monika Lilleike & Elvira Hufschmid thematisieren in Rede ans Volk die Unmöglichkeit der Kommunikation in einer von Hochgeschwindigkeitstechnologie geprägten Welt. Die performative Aktion der Rednerin an der Berliner AVUS gibt eindrücklich den Kampf gegen das hohe Tempo und den unerträglichen Lärm der vorübersausenden Autos wieder. Vom (Macht-) Rausch der Geschwindigkeit handelt das Video von Jurgen Ostarhild. Eine schnelle Fahrt über die Münchner Ringautobahn verknüpft Wagners Ring mit Paul Virilios Gedanken über das Verhältnis von Gesellschaft und Geschwindigkeit zum Kickdown als visuelle Endlosschleife. Peter Grosshauser präsentiert einen Grill, über dem sich Kuhstimmen imitierende Dosen drehen. Die Idylle familiärer Rituale wird transformiert in ein irritierendes, akustisches "memento mori" des Grillgutes. Steffi Stangl schließlich lässt fünf im Kreis aufgestellte und mechanisch angetriebene Scheren zum "Ballett" antreten. Im rhythmischen Öffnen und Schließen vollziehen die Instrumente immer neue Konstellationen, Verbindungen - und Schnitte.

Die zum Ausstellungsort umgewidmete U-Bahn-Vitrine der [Aktion! Karl-Marx-Straße] wird mit einer Installation von Frederik Foert bespielt, die den "genius loci" des U-Bahnhofes aufgreift: Den dort anzutreffenden Gefühlslagen wie Langeweile, Hektik und Ungeduld setzt er die müßig entspannte Tanzbewegung eines animierten Schuhpaares entgegen, das trotz der offensichtlichen Abwesenheit seines Besitzers mit den Gästen der BVG zu kommunizieren scheint.



Galerie im Saalbau

Sabine Ammer | Bernd Bleffert | Inger Lise Hansen | Friederike Klotz | Deborah S. Phillips | Manfred Walther | Eva AM Winnersbach | Markus Wirthmann



Sabine Ammer, Foto: Sabine Ammer

Sabine Ammer
www.sabineammer.de
Bernd Bleffert, Foto: Bernd Bleffert

Bernd Bleffert
www.bernd-bleffert.de
Inger Lise Hansen, Foto: Inger Lise Hansen

Inger Lise Hansen
www.ingerlisehansen.com
Friederike Klotz, Foto: Friederike Klotz

Friederike Klotz
www.friederike-klotz.de/
Deborah S. Phillips, Foto: Deborah S. Phillips

Deborah S. Phillips
deborahsp.wordpress.com/
Manfred Walther, Foto: Manfred Walther

Manfred Walther
www.80000shots.net
Eva AM Winnersbach , Foto: Eva AM Winnersbach

Eva AM Winnersbach
www.evaamwinnersbach.de/
Markus Wirthmann , Foto: Markus Wirthmann

Markus Wirthmann
www.markus-wirthmann.de/


kunstraum t27

Frederik Foert | Peter Grosshauser | Douglas Henderson | Monika Lilleike & Elvira Hufschmid | Jurgen Ostarhild | Steffi Stangl



Frederik Foert, Foto: Frederik Foert

Frederik Foert
www.frederik-foert.de
Peter Grosshauser, Foto: Peter Grosshauser

Peter Grosshauser
www.peter-grosshauser.com
Douglas Henderson, Foto: Douglas Henderson

Douglas Henderson
www.douglashenderson.org
Monika Lilleike & Elvira Hufschmid , Foto: Monika Lilleike & Elvira Hufschmid
M. Lilleike & E. Hufschmid
www.monika-lilleike.de/
www.elvira-hufschmid.de/
Jurgen Ostarhild , Foto: Jurgen Ostarhild

Jurgen Ostarhild
www.v-d-o-p.com/
Steffi Stangl, Foto: Steffi Stangl

Steffi Stangl
http://steffi-stangl.de/


Vitrine im U-Bahnhof Karl-Marx-Straße

Frederik Foert

Frederik Foert, Foto: Frederik Foert

Frederik Foert
www.frederik-foert.de


Galerie im Saalbau:

Vernissage: Freitag, 1. März 2013 um 18 Uhr

Ausstellungsdauer: 2. März bis 14. April 2013

Finissage: Sonntag, 14. April 2013, 17.00 Uhr

Finissage mit Künstlergespräch und Auslosung der Kunstlotterie


kunstraum t27

Vernissage: Freitag, 1. März 2013 um 20 Uhr

Ausstellungsdauer: 2. März bis 31. März 2013

Projektionen: Donnerstag, 14. März 2013. 19.30 Uhr

"Projektionen" - kuratiert von Anja Dornieden, Juan David Monroy Gonzales, Deborah S. Phillips:

Finissage: Sonntag, 31. März 2013, 19.30 Uhr

Finissage mit Künstlergespräch und Auslosung der Kunstlotterie


Vitrine im U-Bahnhof Karl-Marx-Straße

Ausstellungsdauer: 1. bis 31. März 2013


Adressen und Öffnungszeiten:

Galerie im Saalbau | Karl-Marx-Straße 141 | 12043 Berlin
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 20 Uhr

kunstraum t27 | Thomasstraße 27 | 12053 Berlin
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 15 bis 19 Uhr




Einbildungen

19. Januar bis 24. Februar 2013

Tom Früchtl · Katrin Wegemann · Barbara Wille

Kuratiert von Peter Hock

In der Ausstellung im kunstraum t27 werden Arbeiten gezeigt, die eine Art Simulation von Wirklichkeit, einen Eindruck von Scheinrealitäten, Surrogaten oder Fakes zu generieren scheinen. Objekte und Installationen also, die auf irritierende und doppelbödige Weise die Wahrnehmung auf die Probe stellen. Mit ihrer Strategie der Täuschung verfolgen die drei beteiligten Künstler höchst unterschiedliche Ziele.



Katrin Wegemann', Foto: Katrin Wegemann

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Katrin Wegemann etwa präsentiert „Steine“, die sich bei näherer Betrachtung als aus Zucker gefertigte Produkte herausstellen. Der Ewigkeitsanspruch des Steines wird konterkariert durch die Vergänglichkeit der Zuckermaterie.

www.katrinwegemann.de
 
Barbara Wille', Foto: Barbara Wille

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Barbara Wille zeigt unter anderem Fotointarsien, deren Materialkompositionen ein tautologisches Konstrukt erzeugen. Dieses bietet der Wahrnehmung eine Art Hyperrealismus an.

www.barbarawille.de
 
Tom Früchtl 'gaffa',  Foto: Tom Früchtl VG Bildkunst

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Tom Früchtl behandelt zentrale Fragen der Malerei und des ready mades, indem er Gegenstände „schminkt“. Diese werden also durch Bemalen in fast gleichen Farbtönen „verdoppelt“ zu „Gemäldeobjekten“.

 

Vernissage: Freitag, 18. Januar 2013, 19.30 Uhr

Vernissage und Start der Kunst-Lotterie!

Finissage: Sonntag, 24. Februar 2013, 19.30 Uhr

Finissage mit Künstlergespräch und Auslosung der Kunstlotterie!



[CHRONO]SKOPIE                       

1. Dezember 2012 bis 13. Januar 2013

Byebyebn – (Frédéric Leemans & Aglaia de Mulder) • Vanessa Ramos-Velasquez • Andreas Seltzer

Kuratiert von Deborah S. Phillips

Im dritten und letzten Teil unserer Ausstellungsreihe zum Verhältnis Naturwissenschaften und zeitgenössische Kunst widmet sich der Kunstverein Neukölln der Perzeption von Zeit. Kann diese wahrnehmbar gemacht werden, beispielsweise durch ein Mikroskop, Teleskop, Endoskop oder gar ein Skopskop? Die Vorstellung, mittels eines Apparates die Zeit sehen und hören zu können, dient hier als künstlerische Inspiration. Die gezeigten Arbeiten funktionieren allerdings nicht explizit als Instrument; vielmehr wird der Betrachter zu weitergehenden Gedanken animiert. Präsentiert werden zwei-, drei und vierdimensionale Kunstwerke, die sich eher assoziativ denn wissenschaftlich zum Thema [Chrono]Skopie verhalten.



Byebyebn, 'episode # 20 – Another Futile Attempt', Foto: Byebyebn

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Byebyebn (Frédéric Leemans & Aglaia de Mulder)
Die belgische Künstlergruppe untersucht mit verschiedensten Mitteln, was in der Vergangenheit vorhanden war, was übrig blieb und was gegenwärtig existiert. In der Auseinandersetzung mit der Jetztzeit und der Vergangenheit bemühen sich die Künstler um die immerwährende Kontinuität der Dinge, die sie in installativer und zeichnerischer Form konkretisieren.

http://byebyebn.com
>> video
 
Vanessa Ramos-Velasquez, '4APwLOV03112012VRV_0124', Foto: Vanessa Ramos-Velasquez

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Vanessa Ramos-Velasquez
4APwLOV03112012VMRV Serien sind mikroskopische Aufnahmen von dem Moment, an dem organische Materien miteinander in Berührung kommen. Ähnliches trifft aufeinander, obgleich einzelne Komponenten noch erkennbar bleiben: Um eine gemeinsame Form anzunehmen, auch wenn die einzelnen Teile verschieden und unabhängig bleiben, bilden sie eine gemeinsame, fragile und dennoch belastbare Symbiose.

www.quietrevolution.me
 
Andreas Seltzer,  Foto: Kunstverein Neukoelln

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Andreas Seltzer
Die Endoskopien Andreas Seltzers führen in die Zeit der Häuslichkeit. Sie tauchen ein in die Tiefen von Hosen- wie Jackentaschen, erkunden die Regionen der Innenseiten, Säume und Paspeln, der Schnür- und Wellenstiche und zeigen eine Welt auf, in der es mehr zu fühlen als zu sehen gibt.

www.bewegungsbeobachter.de/
 

Vernissage: Freitag, 30. November 2012, 19.30 Uhr

Vernissage und Start der Kunst-Lotterie!

Wissenschaftliche Exkursion: Dienstag, 4.12.2012, 17.00 Uhr

Exkursion zur Archenhold Sternwarte in Treptow
(wir bitten um Voranmeldung), Eintritt 3,00 Euro pro Person
>> www.berlin.de/orte/sehenswuerdigkeiten/archenhold-sternwarte/

Projektionen: Donnerstag, 13. Dezember 2012, 19.30 Uhr

Projektionen – kuratiert von Juan David Gonzalez Monroy, Deborah S. Phillips und Anja Dornieden

>> vorschau
>> http://deborahsp.wordpress.com

Finissage: Sonntag, 13. Januar 2013, 19.30 Uhr

Finissage mit Künstlergespräch und Auslosung der Kunstlotterie!




vermessungen                

27. Oktober bis 25. November 2012

Tinka Bechert · Kati Gausmann · Pia Linz

Kuratiert von Karl Menzen

Der Kunstverein Neukölln / kunstraum t27 widmet dem Verhältnis von Naturwissenschaft und zeitgenössischer Kunst eine dreiteilige Ausstellungsreihe.

Nachdem in der ersten Ausstellung der „Versuchsaufbau“ als genuin naturwissenschaftliche Methode der Weltbefragung im Fokus stand, geht es in der zweiten Ausstellung um das Messen, d. h. um die quantitative Erfassung und Sammlung von Größen und Informationen (z.B.: Längen, Winkel, Zeit) die von den Künstlern analog zu den Wissenschaftlern im Atelier (Labor) oder in der Natur (Feld) durchgeführt wird. Die Ziele, die Mittel und die Ergebnisse der Künstler unterscheiden sich zwar von denen der Wissenschaftler, aber alle sind sie rastlos Suchende, Forschende und Experimentierende, die ohne den Rückgriff auf die Phantasie nicht auskommen.

 

Tina Bechert, 'Aufgabe 3', Foto: Tina Bechert

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Tinka Bechert setzt sich mit wissenschaftlichen Ordnungssystemen auseinander, indem sie dem Betrachter weitere Möglichkeiten der Wahrnehmung oder Einordnung anbietet. In ihren Collagen, der Malerei sowie den installativen Arbeiten ergänzt die Künstlerin wissenschaftliche Zitate mit subjektiven und humorvollen Aspekten um so die Diskrepanzen zwischen verschiedenen Weltbildern zu erforschen.

www.tinkabechert.com
 
Kati Gausmann, Foto: Kati Gausmann

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Kati Gausmann untersucht raum-zeitliche Phänomene und zeichnet Spuren von Bewegung in unterschiedlichen Medien auf. Nördlich vom Polarkreis, wo die Sonne von Mitte Mai bis Mitte Juli nicht untergeht, zeichnet sie Schattenkonturen von Objekten kontinuierlich in einem bestimmten Zeitraum von maximal 24 Stunden. Durch die Erdrotation und die Bahn der Erde um die Sonne verändern sich die Schattenformen. Die gezeichneten Umrißlinien überlagern sich und werden Geflechte aus Verdichtungen und Leerräumen: gezeichnete Rhythmen auf der Grundlage kosmologischer Zusammenhänge

www.kati-gausmann.de
 
Pia Linz, Ausschnitt 'Mile End Park', Foto: Pia Linz

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Pia Linz erforscht ihre Umgebung, sowohl die nähere (z.B. ihre Wohnung) als auch die entferntere (z.B. den Central Park oder die Hasenheide). Sie vermisst ein definiertes Terrain mit Fußschritten und erarbeitet anhand einer auf einem großen Papier entwickelten Fußschrittskala einen genauen Flächenplan. Auf transportablen Fragmenten des Planes notiert sie akribisch unmittelbar vor Ort ihre Beobachtungen. Die miniaturisierenden Aufzeichnungen verdichten sich zu monadenhaften Gebilden, die durch die Synthese zahlloser Fußgängerperspektiven mit der zugrunde liegenden topographischen Bildordnung den Eindruck der Vogelperspektive erwecken.

http://pia-linz.de
 

Vernissage: Freitag, 26. September 2012, 19.30 Uhr

Vernissage und Start der Kunst-Lotterie!

NACHTUNDNEBEL im kunstraum t27: Samstag 03. November 2012

Nacht und Nebel Sonderöffnungszeiten:
von 18.00 Uhr bis 24.00 Uhr
www.nachtundnebel.info
 

Wissenschaftliche Exkursion: Donnerstag: 08. November 2012, 16.00 Uhr, Treffpunkt: Hbf Potsdam

Exkursion zum Telegrafenberg Potsdam. Dr. Ludwig Grunwaldt führt durch verschiedene Forschungseinrichtungen, bei denen es um Vermessung geht
Um Anmeldung wird gebeten!

Finissage: Sonntag, 25. November 2012,19.30 Uhr

Finissage mit Künstlergespräch und Auslosung der Kunstlotterie

Mit freundlicher Unterstützung durch den Fachbereich Kultur, Bezirksamt Neukölln von Berlin




Situative Systeme                            

22. September bis 21. Oktober 2012

Marcus Ahlers und Susanne Britz

Kuratiert von Peter Hock und Dr. Martin Steffens

Der Kunstverein Neukölln / kunstraum t27 widmet dem Verhältnis von Naturwissenschaft und zeitgenössischer Kunst eine dreiteilige Ausstellungsreihe. Spätestens mit der erst kürzlich vermeldeten Entdeckung des auch als Gottesteilchen bezeichneten Higgs-Bosons hat sich das Interesse an Ergebnissen und Methoden der Naturwissenschaft in einer breiten Öffentlichkeit sprunghaft verstärkt. Dabei haben die vom Menschen konstruierten Bilder und Metaphern, die etwa chemische und physikalische Phänomene erklären, immer auch Einfluss auf die Vorstellungswelt von Laien und Forschern gehabt. Wir können etwa ein Atom jenseits seiner Abbildung als Atommodell nicht wirklich denken. Das vom Menschen geschaffene, erklärende Bild bestimmt also unsere Sicht und unser Verständnis einer de facto kaum vorstellbaren, hypothetischen Realität und die Entwicklung neuer Denkmodelle und Ansätze.
Kein Wunder, dass sich auch viele Künstlerinnen und Künstler der Wirkungsmacht wissenschaftlicher Bilder und Methoden bedienen, um ihrerseits Erklärungen der Natur und des Seins zu fassen, die häufig im metaphysischen Bereich liegen.

Kunstwerke können damit selbst als Erklärungsmodelle von Ideen und Prozessen wirken, die scheinbar oder auch tatsächlich Gedanken oder Zusammenhänge visualisieren helfen, damit erklären und fasslich machen. Der „Versuchsaufbau“ als genuin naturwissenschaftliche Methode der Weltbefragung steht im Fokus des ersten Ausstellungsmoduls Situative Systeme.

 

Marcus Ahlers, 'cuttlery tray', Foto: Marcus Ahlers

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Marcus Ahlers hat ausgehend von seinem Kunstschaffen einen persönlichen Zugang zur Naturwissenschaft gefunden – der er sein derzeitiges Zweitstudium widmet. In seinen künstlerischen Arbeiten konstruiert und realisiert er ebenso komplizierte wie ästhetische Apparaturen aus Elementen von Haushaltselektronik, in denen häufig elektrolytische Prozesse ablaufen. Dabei steht das Interesse an „Systemen“ im Vordergrund seiner Arbeit, das sich ebenso auf die Wissenschaft wie auf die Gesellschaft anwenden lässt.

www.marcusahlers.com
 
Susanne Britz, 'stereodot_2', (Ausschnitt), Foto Susanne Britz

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Susanne Britz konstruiert mit häufig vorgefundenem Material ein komplexes Beziehungsgeflecht von Materie, Dynamik und der Möglichkeit eines Nachvollzugs von vielschichtigen Zusammenhängen. Raumbezogene Installationen werden dabei einem mehrstufigen Verfahren der Reproduktion unterzogen. Fotos von experimentellen Aufbauten werden digital bearbeitet und zum Teil erneut in räumliche Zusammenhänge gestellt. Eher intuitiv denn kognitiv lassen sich so „Welterklärungsmodelle“ nachvollziehen. Diese fordern vielmehr zur eigenen Interpretation heraus, als dass sie allgemeingültige Thesen aufstellen.

www.susannebritz.de
 

Vernissage: Freitag, 21. September 2012, 19.30 Uhr

Vernissage und Start der Kunst-Lotterie!

Wissenschaftlicher Begleitvortrag: Donnerstag, 4. Oktober 2012, 19.30 Uhr

Wissenschaftlicher Begleitvortrag von Marcus Ahlers: Methanisierung – Speichermethode für regenerative Energie

Projektionen: Donnerstag, 18. Oktober 2012, 19.30 Uhr

Projektionen kuratiert von Anja Dornieden & Juan David Monroy Gonzales

Finissage: Sonntag, 21. Oktober 2012, 19.30 Uhr

Finissage mit Künstlergespräch und Auslosung der Kunstlotterie

Die Ausstellungsreihe wird ermöglicht durch die Unterstützung des Fachbereichs Kultur des Bezirksamts Neukölln von Berlin.

AURA                                                            

18. August bis 16. September 2012

Kei Takemura · Karen Stuke

Kuratiert von Dr. Martin Steffens

Zwei Künstlerinnen nähern sich mit den Mitteln der Fotografie dem menschlichen Sein. Dabei fangen die Arbeiten mehr ein als das nüchterne Abbild. Es geht um die intensive Beobachtung von Kontexten, von Erinnerungen und von den Bedingungen menschlicher Existenz in dokumentarisch geprägten, zugleich aber auch stark emotionalisierten Werken.
 

Karen Stuke, 'Chavannes 2001', Foto: Karen Stuke

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Karen Stuke hat in ihrer Fotoserie „Sleeping Sister“ Selbstporträts von großer Eindringlichkeit geschaffen. Sie zieht sich dabei als Fotografin weitgehend aus dem Schaffensprozess zurück. Die „Camera obscura“ bzw. Lochbildkamera übernimmt nach der Vorgabe der Künstlerin die Aufgabe des unermüdlichen Betrachters, während sich die Künstlerin zur Nachtruhe legt. Die dabei jeweils entstehende Langzeitbelichtung zeigt nicht nur die sich überlagernden Positionen der Schlafenden, sondern fängt auch das Ambiente mit ein, entstehen die Aufnahmen doch stets auf Reisen. Entsprechend wird der Betrachter im doppelten Sinne zum Voyeur. Er schaut einer Person beim Schlafen zu und rekonstruiert zugleich das Wohnumfeld und die unterschiedliche Ausstattung der über den Globus verstreuten Schlafgemächer. Zuweilen tauchen weitere Gestalten oder Handlungen schemenhaft auf den Abzügen auf, die Fragen nach den nächtlichen Handlungen aufwerfen. Die 2001 begonnene Serie wird weiter fortgesetzt.

www.karenstuke.de
 
Kei Takemura ' Meeting Point 4', Foto: Kei Takemura

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Kei Takemura zeigt ihre Arbeit „Meeting Point 4”, die 2009 entstand. Sie handelt von zwei Frauen, denen die japanische Künstlerin in Dresden begegnete. Dort besuchte sie die befreundete Tänzerin Y.A., die Mitglied der Forsythe-Company war. Aus der intensiven Beobachtung von deren Alltag entstand eine Art szenisches Porträt. Es dokumentiert auch eine Situation, in der jene Tänzerin für Kei Takemura und deren neugeborenes Kind tanzte und die Künstlerin dabei an die japanische Gottheit des Tanzes, Amenouzume, erinnerte. Eine zweite, zufällige Begegnung überlagerte diesen intensiven Eindruck. Die Künstlerin traf auf der Straße eine anonym gebliebene Seniorin. Von deren Haltung und Bewegung, die sie in Fotografien festhielt, fühlte sich die Künstlerin an ihre damals kurz zuvor gestorbene Großmutter erinnert. Ihre emotional sehr enge Bindung an die Verstorbene übertrug sie auf die Dresdenerin und verwob schließlich die unterschiedlichen Bilder zu einem facettenreichen Tableau aus persönlichen und kulturell geprägten Erinnerungen.

www.takemurakei.com
 

Vernissage: Freitag, 17. August 2012, 19.30 Uhr

Vernissage und Start der Kunst-Lotterie!

 

Finissage: Sonntag, 16. September 2012, 19.30 Uhr

Finissage mit Künstlergespräch und Auslosung der Kunstlotterie
 
 

Trilogie des Loches - Gap/Hole/Lull Trilogy

13. Juli bis 12. August 2012

Dreiteiliges Ausstellungsprojekt im kunstraum t27 vom 13. Juli bis 12. August 2012

Kuratiert von Barbara Caveng | Susann Kramer | Deborah Phillips

Schwarzes Loch, weißes Loch, kreatives Loch. Das Loch ist ein bekanntes Phänomen – vielfältig und schwer fassbar. Es ist Nichtigkeit und Leere, Mangel und Beschädigung, Durchgang und Öffnung, Unterschlupf und Höhle, Möglichkeit und Rettung. Ein Loch ist da, wo etwas nicht ist und umgekehrt kann es nicht da sein, wo nichts ist.

Vom 13. Juli bis 12. August 2012 nimmt der Kunstverein Neukölln nun das „Loch“ beim Wort und öffnet drei Künstlern in Folge die Galerieräume des kunstraum t27 als „Freiraum“ zur künstlerischen Produktion und Präsentation sowie als „Schlupfloch“ zum Wohnen und Schlafen.

Die über eine offene Ausschreibung ausgewählten Künstler werden für jeweils 9 Tage in den kunstraum t27 einziehen. Auf 7 Tage künstlerische Produktion zum Thema folgen 2 Tage Präsentation mit Vernissage und Künstlergespräch.

In Phase I der „Trilogie des Loches“ setzt sich der Düsseldorfer Künstler Christoph Bangert formal mit dem Thema auseinander. Seine raumbezogene Installation aus Hartfaserplatten mit mehreren tausend handgeschnitzten Löchern wird Ordnungselemente des Raumes aufgreifen und diese zugleich konterkarieren. Metaphysische Ansätze bei Laura Santamaria aus Como/ Italien und performative Herangehensweisen bei Florian Egermann aus Köln werden in Phase II und Phase III folgen.

>> download Plakat

Christoph Bangert 'Trilogie des Loches Phase 1,Foto: Christoph Bangert

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Phase I: Christoph Bangert (Düsseldorf)
wohnt & arbeitet im kunstraum t27 vom 13. - 19. Juli 2012

Vernissage: 20. Juli 2012, 19.30 Uhr

Präsentation: 21. Juli 2012, 13.00 - 19.30 Uhr

Künstlergespräch: 21. Juli 2012, 19.30 Uhr

www.christoph-bangert.de/

Laura Santamarie, Foto: Martin Steffens

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Phase II: Laura Santamaria (Como/ Italien)
wohnt & arbeitet im kunstraum t27 vom 24. - 30. Juli 2012

Vernissage: 31. Juli 2012, 19.30 Uhr

Präsentation: 1. August 2012, 13.00 - 19.30 Uhr

Künstlergespräch: 1. August 2012, 19.30 Uhr

www.laura-santamaria-blog.blogspot.com/
www.youtube.com/user/santamarialaura/videos

Florian Egermann, 'Videoinstallation im kunstraum t27',Foto: Simon

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Phase III: Florian Egermann (Köln)
wohnt & arbeitet im kunstraum t27 vom 4. - 10. August

Vernissage: 11. August 2012, 19.30 Uhr

Präsentation: 12. August 2012, 13.00 - 19.30 Uhr

Künstlergespräch 12. August 2012, 19.30 Uhr

www.fleg.de





movimiento

9. Juni bis 8. Juli 2012

Susane Bergstaedt, Christine Berndt, Kati Gausmann, Jens Hanke, Julia Krewani, Esther Levigne, Petra Lottje, Diego Mallo, Derya Öztürk, Korvin Reich, Véronique Serfass, Nikolas Spinosa, Craig Stewart

Kuratiert von Christine Berndt, Petra Lottje und Korvin Reich

 

Der Kunstverein Neukölln realisiert mit movimiento ein Ausstellungsprojekt zwischen Berlin und Barcelona, das ganz dem Medium Zeichnung gewidmet ist. Dabei wird nicht nur eine große materielle Vielfalt deutlich. Die 13 beteiligten KünstlerInnen aus beiden Städten fragen zudem nach dem Einfluss ihres Aufenthaltsortes auf die eigene Arbeit. Sie setzen sich inhaltlich mit der räumlichen Bewegung auseinander, mit Netzwerken oder der Neustrukturierung von „Künstlerkolonien“, die anders als im frühen 20. Jahrhundert nicht mehr auf die Anwesenheit an einem bestimmten Ort begründet sind.

Galt die Zeichnung den Connaisseurs und Kunsttheoretikern früherer Zeiten als Ausdruck eines intimen Schöpfungsprozesses, einer innerlichen Bewegtheit, die in den ausgearbeiteten und präsentierten Arbeiten häufig bewusst vermieden wurde, so wurde sie kaum je offiziell ausgestellt. Als Ausdruck eines privaten oder nur halböffentlichen Suchens nach künstlerischen Lösungen war sie etwas für die Privatsammlung eines Liebhabers, etwas fürs Kupferstichkabinett oder die Künstlerausbildung – aber nichts für die Ausstellungshalle.

Doch längst hat sich das Blatt gewendet. Die Zeichnung behauptet sich (wohl gerade aus den eben angeführten Gründen) als selbstbewusste Kunstform, die häufig das Subjektive in den Vordergrund stellt oder ad absurdum führen möchte. In den letzten Jahren erfuhr sie auf dem Kunstmarkt und im Kunstdiskurs eine massive Aufwertung und ist auf dem Weg zur Leitgattung zeitgenössischer Kunst. KünstlerInnen entdecken im Rahmen ihrer immer häufiger gattungsübergreifenden Tätigkeit Aspekte der Zeichnung neu und fassen diese dabei immer weiter: Sie erfährt neue Zuschreibungen von Aufgaben und Formen. Trotz der immens erweiterten Vielfalt verwendeter Materialien bestehen gewisse Traditionen fort: Der Topos des Unmittelbaren, Persönlichen, des Notats krauser Einfälle (Capriccio) wird häufig gerade im Medium der erneuerten Zeichnung weitergeführt. Zeichnungen (im übertragenen Sinne) sind von einer starken persönlichen Involviertheit des Verfassers geprägt. Gerade im Zeitalter digitaler Medien und Reproduktionsprozesse erscheint die Zeichnung als Unikat (oder diskutiert doch die Funktion eines Originals), als ungekünstelter Ausdruck – nicht ohne die digitale Revolution selbst zu ironisieren.

Bewegung ist also in einem doppelten, vielleicht gar mehrfachen Sinne in die Zeichenszene gekommen. Die Produktion von Zeichnungen ist häufig geprägt von einer inneren Bewegtheit und einer manuellen Bewegung eines Schreibgerätes auf einem Trägermedium. Nicht zuletzt sind auch die Künstlerinnen und Künstler mobiler geworden. Zu letzterem trägt natürlich auch die selbstverständliche Nutzung des Internets als Kommunikationsmittel und Ort neuer künstlerischer Produktion bei. Die Erfahrung eines neuen Kontextes durch die räumliche Bewegung hat einen bedeutsamen Einfluss auf die Kunstproduktion.

 

Vernissage: Freitag, 8. Juni 2012, 19.30 Uhr

Vernissage und Start der Kunstlotterie!

Sonderöffnungszeiten zu den 48 Stunden Neukölln – 15.–17. Juni 2012

Freitag, 15. Juni von 19.00 bis 22.00 Uh

Samstag, 16. Juni von 14.00 bis 22.00 Uhr

Sonntag, 17. Juni von 14.00 bis 19.00 Uhr


Begleitveranstaltung: Samstag, 16. Juni 2012, 19 – 22 Uhr

Anlässlich des Kunst- und Kulturfestivals 48 STUNDEN NEUKÖLLN spielt der Saxophonist Joachim Gies im kunstraum t 27 über den Abend verteilt eigene Kompositionen aus dem experimentellen Bereich.
www.joachimgies.de

Finissage: Sonntag, 8. Juli 2012, 18.00 Uhr

Finissage mit Auslosung der Kunstlotterie



On Lines                                          

12. Mai bis 3. Juni 2012

Jeongmoon Choi, Werner Keller, Arne Schreiber, Carsten Struck, Benedikt Terwiel

Kuratiert von Norbert Steigerwald

Mit On Lines widmet sich der Kunstverein Neukölln einem elementaren künstlerischen Gestaltungsmittel. Die Ausstellung vereint Werke, denen eine ganz spezielle, und zwar die klare, sachliche und abstrakte Linie gemeinsam ist. Mit reduziertem individuellem Gestus liegen ihrer Anwendung unterschiedliche inhaltliche und methodische Ansätze zugrunde. Dabei taucht die Linie gattungsübergreifend auf: von Tusche- und Graphitzeichnungen über Malerei und Skulptur bis zur Rauminstallation. Die so gebotene mediale Spannweite spiegelt zugleich das gewandelte Verständnis von Zeichnung in der Gegenwartskunst wider.
 

Jeromoon Choi, 'Folding Surface-01' Foto: Jeromoon Choi

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Jeongmoon Choi setzt die Linie raumkonstituierend ein. Mit farbigen, räumlich verspannten Wollfäden und unter dem Einsatz von Schwarzlicht entsteht eine fluoreszierende, atmosphärisch dichte Zeichnung im Raum. Interaktiv konzipiert, fordert die Arbeit den Betrachter zum Durchschreiten auf, der auf diese Weise die dreidimensionalen Linien gleichermaßen sinnlich und körperlich erfährt.

www.jeongmoon.de
 
Werner Keller, 'Wiretower',Foto: Werner Keller

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Werner Keller zeigt eine rundumansichtige, filigrane Drahtskulptur mit entwurfsartiger Zeichenhaftigkeit. Zahlreiche gleichgroße, offene Kuben umschreiben in einer spiralförmigen Aufwärtsbewegung den Raum. Durch die subtile Rhythmik ihrer Abfolge entsteht ein optisches Flirren, die fragil wirkende tektonische Linienkonstruktion scheint in Vibration zu geraten. Erst im Umschreiten erfasst der Betrachter den komplexen skulpturalen Aufbau aus der Vielzahl der möglichen Ansichten.

www.werner-keller.de
 
Arne Schreiber, '#293MP', Foto: Arne Schreiber

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In Arne Schreibers serieller Arbeit entstehen senkrechte weiße Linien in einem weitestgehend mit technischen Hilfsmitteln ausgeführten Malprozess; sie sind Residuen eines gewissermaßen negativen Farbauftrags. Ein schwarz grundiertes Blatt wird komplett mit weißer Acrylfarbe beschichtet, die in einem zweiten Arbeitsschritt mit einem mit der Hand an einem Lineal geführten Zahnspachtel wieder partiell heruntergenommen wird. Die so zustande gekommenen weißen Linien zeigen erst bei genauerer Betrachtung die Spuren einer Geste des Manuellen und mit ihr eine physische Relation zum Technischen.

www.arneschreiber.de
 
Carsten Struck, o.T., Foto: Carsten Struck

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Carsten Struck bewegt sich mit einer großformatigen Tuschezeichnung im Grenzbereich zur Malerei. Sie entstand diskontinuierlich im Laufe eines halben Jahres. Je nach Dauer und Intensität ergab sich eine meditationsartige Arbeitsweise, die aufgrund des methodischen Verfahrens jederzeit unterbrochen werden konnte. Nach einer strengen Systematik alternieren eng geführte Vertikallinien in kräftigen Farben, so dass der Eindruck einer fast nahtlosen, rhythmischen Reihung gleichartiger Zeilen entsteht. Aus entsprechender Distanz betrachtet, fügt sich die repetitive Anordnung zu einer dichten, homogenen Linientextur in leicht changierendem Grau.

www.carstenstruck.de
 
Benedikt Terwiel, o.T., Foto: Benedikt Terwiel

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Benedikt Terwiel greift in einer siebenteiligen Serie das Schnittmuster einer gewöhnlichen Faltpackung auf, zunächst als Einzelansicht der vier Seiten, dann schrittweise ineinander geklappt. Die gewählte Vorlage - als flächig ausgestanzte Form - besitzt eine formale Spannung zu ihrer räumlich gefalteten Version. Diese Spannung versuchen die Zeichnungen zu verstärken, indem die Laufrichtung der gezeichneten Linien, die wie ein Drucker die Flächen Zeile für Zeile aufbauen, an jeder Kante dem Winkel folgt, in welchem gefaltet würde. Dadurch entsteht ein linearer Aufbau mit hohem Abstraktionsgrad.

 



Vernissage: Freitag, 11. Mai 2012, 19.30 Uhr

Vernissage und Start der Kunst-Lotterie!

 

Finissage: Sonntag, 3. Juni 2012, 19.30 Uhr

Finissage mit Künstlergespräch und Auslosung der Kunstlotterie
 
 

ESSENziell                                         

31. März bis 29. April 2012

Peter Grosshauser, Kira Kohnen, Julia Neuenhausen, Claudia Simon, Uli Westphal

Kuratiert von Lars Maurmaier & Deborah S. Phillips

Das Essbare und seine sinnliche Erfahrbarkeit wie auch metaphorische Bedeutung stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung im kunstraum t27. Die KünstlerInnen und KuratorInnen sind über den Kunstbereich hinaus in anderen Tätigkeitsfeldern zu Hause. Sie nähern sich dem Thema Nahrung und dem Umgang mit dieser auf verschiedenen inhaltlichen Ebenen und in medialer Vielfalt. Das Prozesshafte und der Zerfall sind auf unterschiedliche Weise den Arbeiten eigen. Deren Wirkung beruht oft auf optischen Täuschungen, die der Betrachter erst nach längerer Betrachtung erkennt, in Bezug auf Essen in unserer Gesellschaft aber allgegenwärtig sind
 

Uli Westphal, 'Lycopersicum', Foto: Uli Westphal

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Uli Westphal beschäftigt sich mit dem Einfluss industrieller Lebensmittelproduktion auf unsere Wahrnehmung von Nahrung. In seiner fotodokumentarischen Arbeit Lycopersicum macht er exemplarisch die einst vorhandene und in Vergessenheit geratene Sorten- und Formenvielfalt wieder sinnlich zugänglich.

http://uliwestphal.de
 
Claudia Simon, 'Installation', Foto: Claudia Simon

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Claudia Simon thematisiert in ihrer Installation „arm und sexy“ die Notwendigkeit von Tischkultur in prekären Lebensverhältnissen. Stil und Ästhetik – so ihre These – tragen, auch mit einfachen Mitteln umgesetzt, zu mehr Würde und Selbstwertgefühl bei, wodurch dem gesellschaftlichen und institutionellen Druck besser begegnet werden kann.

www.arm-und-sexy.de
 
Peter Grosshauser,'Glocke, Detail', Foto: Peter Grosshauser

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Peter Grosshauser zeigt unter einer Käseglocke einen mit Scheiblettenkäse und Modellfiguren ge-stalteten, beziehungsreichen Landschaftsraum en miniature, der durch organische Prozesse eine ständige Veränderung erfährt und zu wachsen scheint.

www.peter-grosshauser.com
 
Kira Kohnen & Gastmusiker,'Papier Frites', Foto: Kira Kohnen

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Die Serie „Paper Frites“ von Kira Kohnen entsteht in Zusammenarbeit und durch die gegenseitige Inspiration mit Musikern nach einem gemeinsamen Essen. Der Akt des Kochens motiviert die entstehenden Soundcollagen, das Essen scheint in der nahezu textlosen Illustration der Rezepte auf.

http://kirakohnen.de
 
Julia Neuenhausen,'primeval soup, me', Foto: Julia Neuenhausen

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Julia Neuenhausen beschäftigt sich mit Transformationsprozessen. In ihrer Installation verwendet sie neben verschiedenen Materialien eine Kombuchapilz-Kultur. Diese bildet immer neue, wundersame und visuelle faszinierende Formen, durch die auf poetische und ästhetische Weise das Bild der „Ursuppe“ evoziert wird.

www.julia-neuenhausen.de
 



Vernissage: Freitag, 30. März 2012, 19.30 Uhr

Vernissage und Start der Kunst-Lotterie!

Projektionen: Donnerstag, 19. April 2011, 19.30 Uhr

“Projektionen“ zum Thema "ESSENziell", kuratiert von Deborah Phillips
http://deborahsp.wordpress.com/
 

Finissage: Sonntag, 29. April 2012, 19.30 Uhr

Finissage mit Häppchen-Happening und Auslosung der Kunstlotterie
 
 

Lucide                                                

25. Februar bis 25. März 2012

Alice Baillaud, Juanu Fiddler, Nicole Wendel

Kuratiert von Dr. Martin Steffens

Drei zeichnerische Positionen mit Bezügen auf traumartige Prozesse treffen im kunstraum t27 aufeinander. Dabei weist der Ausstellungstitel Lucide bereits darauf hin, dass es sich nicht um die unbewussten Schlafphasen, sondern um den luziden Traum (Klartraum) handelt. Bei dieser Variante ist dem Träumer bewusst, dass er träumt, und Inhalte können bewusst und willentlich gesteuert werden.
Die drei beteiligten Künstlerinnen haben jeweils unterschiedliche Verfahren für sich entwickelt, das Assoziative eines Traums mit dem steuernden Einfluss der Kunst zu verschmelzen.
 

Alice Baillaud, 'clair de lune', Foto: Alice Baillaud

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Alice Baillaud zeigt mit ihren Traumboxen (Dream Boxes) leuchtende Mikrokosmen. Der Betrachter kann mit seinem Gesicht physisch und emotional in die irrational-rationalen Räume eintreten und sich auf eine Entdeckungsreise begeben. Mit Hilfe von raffinierten Spiegelungen und in die Tiefe gestaffelten, teils transparenten Bildebenen erschließt sich ein komplexer Bezugsraum, der Geschichten erzählt, Erinnerungen weckt und intensive Stimmungen erzeugt.

http://alicebaillaud.com
 
Juanu Fiddler, 'o.T.', Foto: Juanu Fiddler

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Juanu Fiddler präsentiert eine Reihe von Siebdrucken, die sich auf Zeichnungen und Notate beziehen, welche nach intensiven Traumphasen entstanden. Dabei hat die Künstlerin eine Technik entwickelt, assoziativ mit Erinnerungen und mentalen Bildern umzugehen und diese in ihre dichten Kompositionen einzubinden. Die Deutung und Verdichtung der gezeichneten Elemente obliegt dem Betrachter.

www.cerfvolant.de
 
Nicole Wendel, 'Zwielicht', Foto: Erick Tschernow

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Nicole Wendel nutzt für den offenen Entstehungsprozess ihrer großformatigen Zeichnungen eine intuitiv forschende Methode. Ohne Bildidee beginnend, werden durch eine Art improvisierenden Tanz Graphitspuren mit Händen und Füßen auf dem Papier markiert. Diese Spuren werden in einem zweiten, zeichnerischen Prozess zu räumlichen Strukturen verdichtet und mit Personen und architektonischen Details bevölkert, die aus Medienbildern stammen. Durch die Kombination von intuitiven und kognitiven Ansätzen entsteht ein narrativer Assoziationsraum, der an Traumbilder erinnert.

www.nicolewendel.de/
 

Vernissage: Freitag, 24. Februar, 19.00 Uhr

Vernissage und Start der Kunst-Lotterie!

Projektionen: 1. März 2012, 19.30 Uhr

“Projektionen“ zum Thema Lucide, kuratiert von Deborah Phillips
http://deborahsp.wordpress.com/
 

Finissage: Sonntag, 25. März 2012, 19.30 Uhr

Finissage mit Künstlergespräch und Auslosung der Kunstlotterie
 
 

New Horizons – Landscape and the Contemporary Romantic

21. Januar bis 19. Februar 2012

Bjarte Alvestad, Cornelia Brintzinger, Sarah Jane Gorlitz & Wojciech Olejnik, Jens Hanke, Jane Hughes, Randi Nygård, Munan Øvrelid, Rebecca Partridge, Katie Paterson, Stephan Takkides,

Kuratiert von Rebecca Partridge und Randi Nygård

 

Die Kunst der Romantik ist gekennzeichnet durch eine radikal subjektive Herangehensweise. Auch aus diesem Grund übt sie wohl bis heute eine ungebrochene Faszination auf Künstlerinnen und Künstler aus. Gerade in der zeitgenössischen Kunst zeigen sich immer wieder Reflexe der romantischen Bewegung nach 1800.
10 Positionen internationaler Künstlerinnen und Künstler, die sich dem Geist der Romantik eng verbunden fühlen, werden im kunstraum t27 ausgestellt. Das Sujet der Landschaft ist der gemeinsame Ausgangspunkt der jeweiligen Annäherung, die vom Zitat im Sinne einer Hommage bis zu konzeptionellen Bezügen reicht. Dabei spielt die romantische Konzeption des Erhabenen und Vorstellungen von Unendlichkeit ebenso eine Rolle wie die Idee einer Landschaft als Träger menschlicher Gefühle.
Eine Besonderheit der Zusammenstellung ist, dass jede künstlerische Position ein anderes Medium (Zeichnung, Druckgrafik, Video, Malerei etc.) nutzt.
 

Mit freundlicher Unterstützung durch:
Logo 'OCA Office for Contemporary Art Norway'

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog

Freitag, 20. Januar 2012, 19.30 Uhr

Vernissage und Start der Kunst-Lotterie!

Donnerstag, 9. Februar 2012, 19.30 Uhr

Stephan Takkides präsentiert das Doggerland-Projekt

http://doggerland.net

Sonntag, 19. Februar 2012, 19.30 Uhr

Finissage mit Auslosung der Kunstlotterie

mail³ art                                     

10. Dezember 2011 bis 15. Januar 2012

Kunstverein Neukölln e.V. zeigt Mail-Art-Objekte im kunstraum t27, Berlin-Neukölln

Kuratiert von Jasmin Höher-Kosel, Karl Menzen

Im kunstraum t27 präsentieren wir die Zusendungen von KünstlerInnen des Kunstverein Neukölln e.V. zur Mail-Art-Ausstellung mit dem Thema „Paket“. Die große Schau zeigt vielschichtige künstlerische Interpretationsweisen des „Pakets“ als Kunstobjekt. Neben den 250 KünstlerInnen der Galerie sind Renate Wiedemann und Susanne Ruoff als Gastkünstler eingeladen.

Das Paket, ein quaderförmiger (Hohl-) Körper, der zugleich Inhalt und Verpackung ist, wird zum Kunstobjekt. Das breite Bedeutungs- und Verwendungsspektrum des Pakets reicht von der praktischen Verpackungs- und Schutzfunktion (für einen, dem Empfänger bekannten, oder unbekannten Inhalt), bis hin zur metaphorischen Übertragung. Zur Paketgröße wurden konkrete Grundmasse vorgegeben, welche eine weitere künstlerische Herausforderung darstellen.

Besonderer Dank geht an folgende Künstler, welche unserer Einladung gefolgt sind und uns viele Wochen mit den Zusendungen ihrer tollen Mail-Art-Exemplare beglückt haben:

Jens Hanke, Michel Carmantrand, Laurence Grave, Yeon Lee & Petra Lottje, Undine Weyers, Thilo Droste, Christoph Beer, Martin Steffens, Carlo Nordloh, Wolfgang Hille, Viola Wandery, beate maria wörz, Annette Kaufhold, Ieva Jansone, Renate Hampke, Annette Fiedeler, Kat Citroen, Henning Kappenberg, Matthias Stuchtey, Susanne Ruoff, Magda Kaufmann, Iris Hillmeister-Becker, Friederike Hammann, Deborah S. Phillips, Gwendolyn Kerber, Lars Maurmaier, René Moritz, Renate Wiedemann, Uwe Bressnik, Simone Schmidt, McLovla, Korvin Reich, Caroline Armand, Anke Göhring, Werner Keller, Michaele Brüll,

Freitag, 9. Dezember 2011, 19.30 Uhr

Vernissage und Start der Kunst-Lotterie!
 

Donnerstag, 22. Dezember 2011, 19.30 Uhr

„Projektionen“, kuratiert von Deborah S. Phillips
http://deborahsp.wordpress.com/
 

Sonntag, 15. Januar 2012, 19.30 Uhr

Finissage mit Auslosung der Kunstlotterie

 

The Supreme Architect & The Raft of the Medusa      

29. Oktober bis 4. Dezember 2011

Anna Borgman · Morten Stræde

Kuratiert von Susann Kramer und Dr. Martin Steffens

Der kunstraum t27, Ausstellungsraum des Kunstverein Neukölln e.V., zeigt die Ausstellung The Supreme Architect & The Raft of the Medusa der dänischen KünstlerInnen Anna Borgman und Morten Stræde. Zwei raumgreifende Installationen zum Thema Rationalismus, die speziell für den kunstraum t27 konzipiert wurden, behandeln das komplizierte Verhältnis zwischen vernunftgemäßem Begreifen und einem damit verknüpften Handeln. Inhaltlich motiviert wurde das Ausstellungskonzept durch Denkansätze der „Superrationalisten“ Maximilian Robespierre und Robert McNamara. Menschen sind im Stande, eine beeindruckende Rationalität zu entfalten. Jedoch bezogen auf das menschliche Verhalten, besonders in zwischenmenschlichen Beziehungen, sind rationale Theorien kaum befriedigend und human umzusetzen.
 

Morten Stræde, 'The Raft of the Medusa', (Skizze) Rauminstallation 2011, Foto: Morten Stræde

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Morten Strædes Rauminstallation „The Raft of the Medusa“ kreist um Dinge und Begriffe, die zwar rational erscheinen, auf dem Wege der Rationalität jedoch keineswegs greifbar sind. Sein raumbeherrschendes Werk besteht aus verschiedenen körpergroßen Objekten unterschiedlicher Materialien, die allesamt schwarz patiniert sind, und aus Laufschriftbändern. Die Einzelteile scheinen dabei auseinander zu driften wie die Trümmer des namensgebenden Kriegsschiffs. Hatte der Untergang der Medusa 1816, Gegenstand des berühmten Gemäldes von Théodore Géricault, die damalige Öffentlichkeit traumatisiert, so steht das Schiffsunglück für Morten Stræde als Metapher für das Scheitern der Rationalität im 20. Jahrhundert. „Rationality will not save us“, ein resignierter Ausspruch Robert McNamaras, auf den sich der Künstler bezieht, drückt die Unzulänglichkeit eines allein auf Ratio gegründeten Weltmodells aus.
Stark auf den Boden bezogen, muss seine Installation durchschritten werden und wird so weniger über die Ratio erschlossen, als vielmehr körperlich erfahrbar.

 
Anna Borgman, 'The Supreme Architect', Rauminstallation 2011,Foto: Anna Borgman

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Anna Borgman hat sich für ihre Arbeit „The Supreme Architect“ von der deistischen Weltanschauung inspirieren lassen. Der titelgebende Begriff stammt aus der Aufklärung und bezeichnet eine christliche Glaubensausprägung, die im 17. Jahrhundert in England entstand. In der Nachfolge bezeichnete auch Gottfried Wilhelm Leibniz Gott als Uhrmacher. Der Deismus vertritt entsprechend die Vorstellung, dass Gott die Welt in der Art eines perfekten Uhrwerks geschaffen habe, um sich danach vollständig zurückzuziehen. Die Geschichte der Menschheit liefe entsprechend nach einem göttlichen Plan ab, in den dieser nicht mehr eingreife. Für ihre Installation verwendet Anna Borgman sechs monumentale, von der Decke herunterhängende Zylinder, die sich in unterschiedlichen Intervallen langsam um die eigenen Achsen drehen. Mit Plüsch verkleidet, verweigern die Walzen allerdings jedwede Vorstellung von Präzision und Kalkulierbarkeit und führen die Erwartung eines funktionierenden göttlichen Weltplans ad absurdum.

www.borgman.dk
Video der Installation: http://vimeo.com/31845000
 
 

Vernissage: Freitag, 28. Oktober 2011, 19.30 Uhr

mit musikalischer Darbietung der Stücke „Lieder der Luft“ von Antoine Beuger und „Wo“ von Samuel Ruge.
Musiker: Mira Bierend (Violine), Lou Frankenstein (Gitarre), Konrad Furian (Glockenspiel), Clara Sawatzki (Flöte). Musikalische Leitung: Samuel Ruge
 

NACHTUNDNEBEL: Samstag, 5. November 2011, 18 bis 24 Uhr

NACHTUNDNEBEL– mit dem Chauffeur durch die Neuköllner Kunstszene
Haltestelle S30 auf der Südroute des Taxishuttles
www.nachtundnebel.info
 

Finissage: Sonntag, 4. Dezember 2011, 19.30 Uhr

Finissage mit Künstlergespräch und Auslosung der Kunstlotterie
 
 

Koordinaten des Körpers

24. September bis 23. Oktober 2011

Monika Gabriela Dorniak | Ieva Jansone | Marc Klee | Christian Mayrock | Wakilur Rahman

Kuratiert von Susann Kramer und Dr. Martin Steffens

Der kunstraum t27, Ausstellungsraum des Kunstverein Neukölln e.V., präsentiert ein interdisziplinäres Ausstellungsprojekt zum Thema Körperbild / Körperwahrnehmung. Eine Ausstellung mit fünf Positionen zeitgenössischer Kunst wird mit einem ausgedehnten Begleitprogramm kombiniert, das den wissenschaftlichen Blick auf den menschlichen (nackten) Körper untersucht. Die Künstlerinnen und Künstler bedienen sich vorwiegend der fotografischen Reproduktion des Körpers. Allen Arbeiten ist der objektivierende Blick auf das Nackte gemein. Doch dieser ist sezierend, belegt gesellschaftliche Bedingtheiten von Nacktheit und lotet das Spannungsfeld zwischen einer idealen Schönheit und dem Abweichen von der Norm aus.
 

Ieva Jansone,'Weltvermessung', Foto: Ieva Jansone

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Die lettische, in Berlin lebende, Künstlerin Ieva Jansone beteiligt sich mit Polaroid-Aufnahmen. In einem von ihr erstandenen Konvolut unbelichteter Filme war ein eingedrucktes Koordinatensystem vorgegeben. Mit diesem Material fotografierte sie Details nackter Menschen, die wie wissenschaftlich katalogisiert wirken. Die Zusammenstellung zu einem vielteiligen, selbst gerastert wirkenden Tableau erinnert an einen Atlas menschlicher Körperformen und erscheint zugleich als abstrakte Form.

www.jansone-photo.de
 
Marc Klee, 'Decoy 1',Foto: Marc Klee

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Marc Klee zeigt Porträts unbekleideter Menschen, die in einem dunklen Raum abgelichtet wurden. Bei der Aufnahme dienten Laser, die als senkrechtes und waagerechtes Liniennetz über den Körper gelegt wurden, als einzige Beleuchtung. Die sehr abstrakt wirkenden Aufnahmen lassen die Volumina der Körper durch die Verzerrung der an sich exakt verlaufenden Lichtstreifen aufscheinen.

www.positionen.org
 
Christian Mayrock, 'Der Körper des Anatomen', Foto: Christian Mayrock

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Christian Mayrock präsentiert die Arbeit: Der Körper des Anatomen. Im Zentrum einer sich im Ausstellungskontext wiederholt verändernden Installation stehen Bilder eines Liegenden. Mit einer Großbildkamera, unter exakt-dokumentarischen Bedingungen aufgenommen, erscheint der Liegende wie leblos, ist dem objektiven Blick schutzlos ausgesetzt. Von allen Seiten aufgenommen, sind die Abbilder so auf Holzplatten verteilt, dass die sechs Seitenwände zu einer Kiste zusammengefügt gedacht werden können.

www.salzburg-recital.de
 
Monika Gabriela Dorniak, 'Performance', Foto: Monika Gabriela Dorniak

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Monika Gabriela Dorniak präsentiert eine Sammlung von Abbildungen, die sie in sozialen Netzwerken zusammengetragen hat. Dabei stellt sie die Frage nach der Funktion von Fotografien, die Wunden, Verletzungen oder allgemein den eigenen Körper (anorektische bis bizarre Ausprägungen) veröffentlicht. In einer begleitenden Text-Bild-Dokumentation werden die Zusammenhänge einer derartig autobiographisch motivierten Körperschau zusammengetragen und kommentiert.

http://monikagabrieladorniak.yolasite.com
 
Wakilur Rahman, 'Aus der Serie 'Nobody is perfect - Everybody is perfect'', Foto: Wakilur Rahman

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Der in Bangladesh geborene Wakilur Rahman thematisiert das Körperideal im Rückgriff auf Proportionslehren der Renaissance. Durch das Vermessen tausender Menschen haben sowohl Abrecht Dürer als auch Leonardo da Vinci ein Körperideal entwickelt. In einer Studie, die reale Menschen in die projizierte Leonardo-Zeichnung „Der vitruvianische Mensch“ einbinden, wird ersichtlich, dass dieses Ideal kaum je von einem Einzelnen erreicht werden kann. Hinterfragt wird zugleich der gesellschaftliche Druck, unter dem viele stehen, einer Schönheitsnorm zu entsprechen.

www.wakil-art.de
 

Das Begleitprogramm aus wissenschaftlichen Vorträgen unterschiedlicher Fachdisziplinen (Archäologie, Anatomie, Kunstgeschichte) ergänzt die künstlerischen Positionen, die in einem zusätzlichen Künstlergespräch zur Diskussion gestellt werden. Auch die Bereiche Performance und Experimental-Film, die sich intensiv mit dem Körper auseinandersetzen, werden mit mehreren Positionen vertreten sein.

 

Vernissage: Freitag, 23. September 2011, 19.30 Uhr

Start der KUNSTLOTTERIE "Koordinaten des Körpers"
 

Lesung: Sonntag, 2. Oktober 2011, 19.30 Uhr

Gunnar Hermann liest: "Die schwierige Aufgabe" (1844) von Johann Hermann Detmold
 

Projektionen: Donnerstag, 06. Oktober 2011, 19.30 Uhr

Projektionen zum Thema: Koordinaten des Körpers
kuratiert von Deborah S. Phillips
 

Tanzperformance mit Live-Musik: Donnerstag, 13. Oktober 2011, 19.30 Uhr

Tanzperformance in Interaktion mit Live-Musik
von Monika Gabriela Dorniak & Lysandre Coutu-Sauvé
Geige, Synthesizer: Jesse Dyer Elektronische Musik und Geräuschkunst: N.N.
 

Vortrag: Sonntag, 16. Oktober 2011, 19.30 Uhr

"Anatomie ist die Anwendung des kartesischen Koordinatensystems auf den menschlichen Körper"
Vortrag von Dr. med. Andreas Winkelmann (Anatom, Charité Berlin)
 

Vortrag: Donnerstag, 20.Oktober 2011, 19.30 Uhr

Vortrag von Claudia Czok, (SMPK, Kupferstichkabinett) „Schadow und Menzel vermessen den menschlichen Körper“
 

Finissage: Sonntag, 23. Oktober 2011, 19.30 Uhr

Finissage mit Künstlergespräch und Auslosung der Kunstlotterie
 
Logo Kulturamt Neukölln

Die Ausstellung wird unterstützt vom Kulturamt Neukölln.

 
 

luxplus

20. August 2011 bis 18. September 2011

Axel Anklam • Jay Shinn

Kurator: Martin Steffens

„Mehr Licht“, das waren nicht nur die letzten überlieferten Worte des Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe. "Mehr Licht" verspricht auch der Titel der Ausstellung Luxplus. Sind Goethes Worte häufig auf deren metaphysischen Sinn befragt worden, erschließt sich dieser bei den Kunstwerken rasch: Beide Künstler nutzen Licht als elementaren Faktor ihres schöpferischen Prozesses, als zusätzliche Möglichkeit zur Steigerung des Ausdrucks. Materialien und Zugänge sind dabei unterschiedlich geartet.
 

Axel Anklam, 'honey hills',Foto: Stephan Klonk

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Axel Anklam visualisiert in seinen Skulpturen die Energie von Verformungen. Aus der Fläche heraus entwickelt er durch Einschnitte, Ausstülpungen und Deformationen, die wie durch große Hitze oder physische Gewalt erzeugt scheinen, dreidimensionale Strukturen. Bleibt die Grundform, ein Rechteck oder eine Ringform, rekonstruierbar, sind die neu entstehenden Strukturen von einer Dynamik geprägt, die zusätzlich den Zeitfaktor der Entstehung mit in den Prozess des Betrachtens einbinden.
Die verwendeten Materialien (Stahl, Latex bzw. Epoxyharze) versinnbildlichen unterschiedliche Grade von Dauerhaftigkeit und Elastizität. Ein wichtiges Element der Gestaltung ist zudem die Transluzenz. Die Wirkung der Arbeit ist abhängig vom Licht, das auf die spiegelnden Oberflächen trifft und entsprechend – teils farbige – Schatten zeichnet. Auch die Erstreckung in die dritte Dimension ist bedeutsam; das sich scheinbar immer weiter Verformen verweist auf eine kaum zu bändigende Gewalt der Materie.

/www.axelanklam.de
 
Jay Shinn, 'round square',Foto: Jay Shinn

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Jay Shinn kostet das Spiel mit der dritten Dimension weidlich aus. Zum Erstaunen der Betrachter lässt er mit Hilfe von scharf umrissenen Lichtprojektionen und farbigen Flächen körperhafte Strukturen erstehen, die im Sinne eines Tromp l'oiel imaginäre Räume eröffnen. Schwebende, mathematisch konstruierte und in sich achsen- oder spiegelsymmetrische – aber dabei doch nur in der Fläche ausgeführte – Wandgestaltungen werden dank einer zusätzlichen Beleuchtung zu verblüffend plastischen Erscheinungen. Bleibt dem Betrachter die Lichtquelle erst verborgen, so scheinen die Arbeiten wie aus sich selbst heraus zu leuchten. Wie ein Hologramm schweben sie im Raum, um ebenso wie dieses eine verblüffende Plastizität zu erzeugen.

www.jayshinn.com/
 
Harmonie, farblicher Reiz, das Potenzial Raum zu gestalten – oder zu suggerieren – sind verbindende Elemente der Arbeiten von Axel Anklam und Jay Shinn, die zu einem kongenialen Einklang finden. Sind ohnehin alle unsere optischen Wahrnehmungen vom Licht abhängig, wird es bei den Künstlern aber zum "Plus" an Stimmung und Bedeutung: Luxplus!
 

Vernissage: Freitag, 19. August 2011, 19.30 Uhr

Start der KUNSTLOTTERIE "luxplus"
 

Soundperformance: Freitag, 9. September, 20 Uhr

Theremin-Soundinstallation von Alex Pierotti
 

Finissage: Sonntag, 18. September 2011, 19.30 Uhr

Finissage mit Künstlergespräch und Auslosung der Kunstlotterie
21:00 Uhr: Tanzperformance von Simona Di Lucchio und Eva Marino
 
 

vielseitig

9. Juli bis 14. August 2011

beate maria wörz - Christoph Mauler - Henning Kappenberg
Max Marek - Tina Flau - Undine Weyers

Kuratorin: Deborah Phillips

Künstlerbücher als eigenständiges künstlerisches Ausdrucksmittel stellen ein recht junges, aber enorm vielseitiges Genre in der bildenden Kunst dar. Ob als Unikat oder in kleiner Auflage entstehen sie aus verschiedensten Materialien und bildnerischen Mitteln. Der traditionellen Form und Funktion des Buches werden dabei neue Strukturzusammenhänge und Lesarten entgegengesetzt. So zeugen einige Arbeiten der Ausstellung vom prozessualen Spiel mit den räumlichen oder zeitlichen Möglichkeiten, andere von den Grenzerkundungen des Mediums Buch. Um die Vielschichtigkeit der vornehmlich in Vitrinen ausgestellten Exponate erfahrbar zu machen, können diese an den „Blätterabenden“ in die Hand genommen werden.
 

 
Tina Flau,Foto: Tina Flau

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Tina Flau lässt aus ihren Künstlerbüchern poetische Räume entstehen. Auf die verschiedensten Themen reagiert sie dabei mit jeweils adäquaten gestalterischen Mitteln. So ist das "Wasserbuch" aus farbigem Kunststoff geschnitten oder die "Nacht der Kohle" auf tiefschwarz glänzendem Papier gezeichnet.

www.tina-flau.de
 
Henning Kappenberg,Foto: Henning Kappenberg

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Henning Kappenberg greift mit „The first born is dead“ die Form des Tagebuches auf. Die chronologische Sammlung von Bildern, Daten und Fakten verarbeitet die Kluft von persönlichem Erleben und öffentlicher Berichterstattung während des ersten Golfkrieges. In „Mogadischu“ findet die Entführung der Lufthansamaschine „Landshut“ im Jahr 1977 künstlerische Übersetzung durch eine Sequenz von abfotografierten Dokumentarfilmbildern.

 
Max Marek,Foto: Max Marek

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Max Mareks Künstlerbücher in der Technik des Papierschnitts geben Einblicke in das Innere des menschlichen Körpers. Jedes Blatt ist ein Mikrokosmos für sich und der Betrachter dringt beim Wenden der Blätter immer tiefer in diese Welten ein. Mit Cutter und Skalpell wird auf diese Weise in vielen einzelnen Momentaufnahmen ein Spiegel des Menschen in unserer Zeit freigelegt.

www.maxmarek.de/
 
Christoph Mauler,Foto: Christoph Mauler

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Christoph Mauler beschäftigt sich malerisch mit Warenpackungen und deren Reproduktion in den Printmedien. Dabei konfrontiert er die in der Buchform gegebene Linearität mit der Simultanität der Geste. Was sukzessiv und was simultan ist, ist hier nicht entgegengesetzt. Es bildet sich vielmehr eine in sich verwobene Struktur, die sich mit der Geste des dargestellten Sujets und der Geste des Darstellens ereignet.

http://artistbooks.de/blog/christoph-mauler-buch-arbeiten-1988-1992/
 
Undine Weyers,Foto: Undine Weyers

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Undine Weyers macht Bücher in Form von gehäkelten Objekten neu begreifbar – als das, was sie sind und das, was sie auch sein könnten. Die neuen Konturen des ungewohnten Materials heben die Gestalt des Gegenstandes hervor und stellen doch seine eigentliche Bedeutung in Frage.

 
beate maria wörz,Foto: beate maria wörz

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beate maria wörz beschäftigt sich mit Ursprung und Bedeutung von Buch, Schrift und Zensur im persönlichen und gesellschaftlichen Leben. In einer neunteiligen Arbeit hat sie Texte aus dem später gelöschten Blog von Ai Weiwei aus den Jahren 2006 -2009 bis zur Unleserlichkeit geschrieben. Die Texte aus dem verbotenen Blog Ai Weiweis erscheinen Ende Juli zum ersten Mal auf Deutsch im Galiani Verlag Berlin.

 
 

Vernissage: Freitag, 8. Juli 2011, 19.30 Uhr

Start der KUNSTLOTTERIE "vielseitig"
 

Künstlerbücher: Mittwoch, 20. Juli 2011, 19.30 Uhr

Hubert Kretschmer präsentiert sein Portal artistbooks.de und einige Künstlerbücher
 

Blätterabend: Mittwoch, 3. August 2011, 19.30 Uhr

Blätterabend (Kunstwerke zum Anfassen)
 

Finissage: Sonntag, 14. August 2011, 19.30 Uhr

Finissage mit Blätterabend, Künstlergespräch und Auslosung der Kunstlotterie
 
 
 
 

schöner wohnen                       

28. Mai bis 3. Juli 2011

48 Stunden Neukölln
13 . Kunst- und Kulturfestival "LUXUS NEUKÖLLN"

 


Ilka Meyer | Matthias Stuchtey

Kuratorin: Susann Kramer

„Der große Traum vom kleinen Haus“ – standardisierte Architektur auf engem Raum und Wohnausstattung als Komplettsystem macht dies möglich. Private Oasen des Wohlgefühls und der Selbstverwirklichung koeexistieren dabei dicht gedrängt und das scheinbar gehobene Wohnen für möglichst wenig Geld basiert auf gewinnmaximierender Massenware, die immer kurzlebiger wird. Produktion und Abfallentstehung rücken zusammen und der Wunsch nach „Wohlstand für alle“ mutiert zur kollektiven Ressourcenverschwendung. „Less is more“ propagieren dagegen die beiden Künstler Ilka Meyer und Matthias Stuchtey, welche sich mit formal reduzierten und raumgreifenden Installationen in dieses Spannungsfeld begeben.
 

Ilka Meyer,'Mutabor 2011', Foto: Ilka Meyer

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Ilka Meyer arbeitet mit preiswerten Billy-Regalen von IKEA, welche den weltweiten Rekord in der schnellsten Produktion, den schnellsten Aufbau, den höchsten Verkaufszahlen und der größten internationalen Verbreitung halten. Diese Superlativen persifliert Ilka Meyer mit der Installation einer überdimensioniert langen Billy-Regalwand, welche sich von Wand zu Wand des Ausstellungsraumes erstreckt und diesen somit verbaut. Ist sie angesichts des günstigen Preises dem Kaufrausch verfallen oder hat sie das Angebot von Komplett-Lösungen für Wohnräume falsch verstanden? Die ungefüllten Regale mit eher gestalterisch als praktisch angeordneten Zwischenböden lassen auf ein transformatorisches Kunstobjekt schließen, das neue Blicke öffnet. Unbezwingbar erweist sich dabei die Wiedererkennung der Marke IKEA.

www.ilkameyer.de
 
Matthias Stuchtey, 'Schmarotzer', Foto: Matthias Stuchtey

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Matthias Stuchtey recycelt Materialen aus Sperrmüllprovenienz für den Neubau von Behausungen. Seine Serie „Schmarotzer“ zeigt „Einraumhäuser“, die sich wucherungsartig um Metallverstrebungen gruppieren. Diese in luftiger Höhe angesiedelten architektonischen Gebilde erinnern an Vogelhäuschen, zeigen aber auch Analogien zum sozialen Wohnungsbau der 60er und 70er Jahre auf. Dicht gedrängt, überlagert und verschränkt evozieren die gleichförmigen Wohnzellen das beengte Leben in bevölkerungsreichen Städten mit dem damit einhergehenden Bedürfnis nach Privatsphäre. Die kleinen Öffnungen, welche einen Innenraum körperlich erfahrbar machen, ohne aber einen Zutritt zu gewähren, verweisen daher auf Schutzräume wie Facetten des individuellen Bewusstseins und geben der Notwendigkeit der „dritten Haut“ eine aktuelle Bedeutungsebene.

/matthias-stuchtey.de
 
 

Vernissage: Freitag, 27. Mai 2011, 19.30 Uhr

Start der KUNSTLOTTERIE "schöner wohnen"
 

48 Stunden Neukölln – Soundcollage: 17. - 19. Juni 2011


"hallo", Soundcollage von Hilla Stute
Sonderöffnungszeiten zu den 48 Stunden Neukölln
Freitag, 17. Juni, 2011, 19 bis 22 Uhr
Samstag, 18. Juni, 2011, 14 bis 22 Uhr
Sonntag, 19. Juni, 2011, 14 bis 19 Uhr
 

48 Stunden Neukölln in den toiletten 27: 17. - 19. Juni 2011

>>toiletten 27
 
 

48 Stunden Neukölln im Rollbergatelier KiRK: 17. - 19. Juni 2011

>> KiRK
 

Finissage: Sonntag, 3. Juli 2011, 19.30 Uhr

Finissage mit Künstlergespräch und Auslosung der Kunstlotterie
 
 
 

spuren und sichten                                                                    

16. Apri bis 22. Mai 2011

Jeongmoon Choi · Jinran Kim · Yune-Ji Kim · Sae Bom Lee · SOOKI

Kuratorin: Susann Kramer

Im vergangenen Jahr präsentierte der kunstraum t27 die Ergebnisse des 2. Kim Whan Ki International Art Festivals auf der Insel Anjwa, welche von einer Begegnung südkoreanischer und Berliner Künstler zeugten. Die Ausstellung „spuren und sichten“ will nun den Fokus auf in Berlin lebende südkoreanische Künstlerinnen lenken, die aus der Erfahrung verschiedener Traditionen, Vorstellungen und Konzepte eine eigene Sprache entwickelt haben. Ihre Betrachtungen von Lebensräumen in Auseinandersetzung mit Behausung und Natur soll hierbei thematischer Schwerpunkt sein.
 

Jeongmoon Choi,'Stiller Klang', Foto: Jeongmoon Choi

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Jeongmoon Choi löst Gegenstände durch Material- und Formveränderung aus dem gewohnten Sinnzusammenhang heraus und erzeugt damit neue Möglichkeiten körperlicher und bildhafter Erfahrung. In der Arbeit „Stiller Klang“ nutzt sie Wollfäden als Pendant zur Farbpalette und zeichnet mit Ornamenten die Formen traditionell koreanischer Häuser nach. Der strengen und abstrakten Linienführung begegnet ein Material mit warmer und sanfter Qualität, reich an taktilen Eigenschaften.

 
Jinran Kim, 'The last Matress Series', Foto: Jinran Kim

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Jinran Kim beschäftigt sich mit den Themen Identität und Erinnerung. In ihrer Objektserie „Last Matress“ porträtiert sie bekannte koreanische Persönlichkeiten über die Nachbildung ihrer letzten Matratze, welche die Körperflüssigkeiten ihrer Besitzer über Jahre aufgesogen zu haben scheinen. Intime Körperspuren werden zum Gedächtnisträger eines gelebten Lebens, die Matratze wird zum identitätsstiftenden Ort und wahren Zuhause. .

 
 
Yune-Ji Kim, Foto: Yune-Ji Kim

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Yune-Ji Kim räumliche Arbeiten spielen auf der emotionalen und körperlichen Ebene mit den Wahrnehmungen des Betrachters. Aus vier gebogenen Wänden aus Koreapapier beschreibt sie die Form eines Kreises, welcher geöffnet und geschlossen zugleich ist, überall beginnt und endet. Unterstützt wird das Empfinden von Gleichgewicht durch das verwendete Material, welches vergänglich, aber auch stabil, leicht, aber auch fest ist.

 
Sae Bom Lee, 'Kosmorama' Foto: Sae Bom Lee

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Sae Bom Lee bringt eine künstlerische Sensibilität zum Ausdruck, die von einer reichen kulturellen Vergangenheit ebenso geprägt ist wie von einer tief empfundenen Verehrung der Natur, welche für sie Kommen, Dasein und Gehen versinnbildlicht. Sie verknüpft äußere Landschaften mit dem eigenen Inneren, setzt Stein, Pflanze, Tier mit Kraft, Stille, Licht, Schatten, Strenge, Frische zusammen. In der Art, wie die sie die konträren Anteile dosiert und zueinander in Beziehung bringt, verweist sie auf ein Ganzes, das aus Teilen erahnt werden kann.

 
SOOKI, 'Pfaueninsel' Foto: SOOKI

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SOOKI malt Berliner Stadtlandschaften und romantisch anmutende Motive aus der Berliner Umgebung in asiatischer Tuschtechnik auf Koreapapier. Widersprüchlich und konsequent zugleich beschreibt sie aufs Vortrefflichste ihre duale Existenz zwischen asiatischen und europäischen Einflüssen, zwischen Tradition und Moderne.

 

Vernissage: Freitag, 15. April 2011, 19.30 Uhr

Start der KUNSTLOTTERIE "spuren und sichten"
 

Konzert: Donnerstag, 5. Mai 2011, 19.30 Uhr

Konzert mit Christian Schantz (Gitarre) und Micha Maas (Schlagzeug)
 

Lesung: Donnerstag, 12. Mai 2011, 19.30 Uhr

„Heimat in der Ferne“, Lesung von SOOKI
 
< h>Finissage: Sonntag, 22.Mai 2011, 19.30 Uhr
Finissage mit Künstlergespräch und Auslosung der Kunstlotterie
 
Logo Kulturamt Neukölln

Die Ausstellung wird unterstützt vom Kulturamt Neukölln.

 
 

bikini                                                                    

5. März bis 10. April 2011

Michael Bause · Laurence Grave · Detlef Mallwitz

Kuratorin: Jasmin Höher-Kosel

Der Ausstellungstitel „bikini“ – viel Haut und sparsame Hülle – ist als frech, provokante Analogie zur nonfigurativen Kunst zu verstehen. In der Ausstellung werden Arbeiten aus den Bereichen Malerei und Skulptur gezeigt, die ihre Definition und Attraktivität aus dem reduzierten und daher aufregenden Detail beziehen. Durch die bewusst pointierte Gestaltungsweise der einnehmend großen Kunstwerke, werden die „Haut“ der Leinwand, der Farbraum und der Raumkörper der Skulptur lustvoll erfahrbar.
 

Michael Bause, Foto: Michael Bause © 2011 VG Bild-Kunst Bonn

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Michael Bause analysiert und filtert in seinen Gemälden die verführerischen Farbklänge und Strukturen der Abbildungen von Illustrierten, um sie schließlich in seine Bilderwelt zu transponieren. Gestalterisch zusammengefügt findet sich eine, wie mit leichter Hand gegossene und doch komplizierte Farblache gemeinsam mit transparenten Ovalen zu einer neuen malerischen Realität. Im Auge des Betrachters entsteht eine spannungsreiche gallertartige Bewegung und die suggestive Kraft der Farbe wird fühlbar.

www.oqbo.de/bild/michael_bause.php
 
Laurence Grave, Foto: Michel Carmantrand

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Laurence Grave arbeitet in ihren Gemälden die spezifische und subtile Intensität „unbunter“ Farben heraus. Sensibel schafft sie mit nahe beieinander liegenden Farbtönen lebhafte Kontraste. Auf den überwiegend monochromen Farbgründen lässt sie mit nur wenigen Pinselstrichen „Figuren", wie sie ihre freien Formen nennt, entstehen. Die ambivalente Spannung zwischen einer Farbfläche, die figurativ sein könnte, und dem rein abstrakten Farbraum, lässt die "Figur" wie in gesteigerter Einsamkeit und Stille wirken. .

 
 
Detlef Mallwitz, Foto: Mark Squires, New York

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Detlef Mallwitz entwickelt in seiner Arbeit Gesetzmäßigkeiten und Wege, die Gesetze künstlerisch zum „Laufen“ zu bringen. Aus Freude am Forschen entstehen die gezeigten Skulpturen u. a. durch Schnittfolgen und labyrinthische Übertragung. Seinem Denkmodell folgend, sucht er Gegensätze in einem gemeinsamen Zyklus miteinander zu vereinen und das Gleichgewicht durch Bewegung auszutarieren. In seinen Stahl-Skulpturen bringt er die Essenz seiner Gedanken auf das Wesentliche und schafft großen Raum mit reduzierten Mitteln.

www.detlef-mallwitz.de
 

Vernissage: Freitag, 04. März 2011, 19.30 Uhr

Start der KUNSTLOTTERIE "bikini"
 

Künstlergespräch: Donnerstag, 17. März 2011, 19.30 Uhr

Künstlergespräch
 

Künstlerfilmvortrag: Donnerstag, 24. März 2011, 19.30 Uhr

Künstlerfilmvortrag von Detlef Mallwitz
 

Finissage: Sonntag, 10. April 2011, 16.00 Uhr

Finissage mit Auslosung der Kunstlotterie "bikini"
 
 

minimus maximus                                                                     

22. Januar bis 27. Februar 2011

Joachim Griess, Karl Menzen, Gabriele Schade-Hasenberg

Kuratorin: Susann Kramer

Die kommende Ausstellung widmet sich dem Bereich minimaler, monochromer und abstrakter Ausdrucksformen in Zeichnung, Skulptur und Malerei. So sind die hier versammelten Positionen nicht an naturalistischer Abbildung von Wirklichkeit interessiert, sondern begreifen und untersuchen Zeichen, Zeichencluster, Farbe und Formen als eigenständige ästhetische Bilder und Objekte. Gemäß dem Credo, dass nichts konkreter, nichts wirklicher sei als eine Linie, eine Farbe oder eine Fläche, suchen sie nach absoluter Klarheit in möglichster Einfachheit.
 

Joachim Griess, Foto: Albrecht Grüß

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Joachim Griess’ Zeichnungen leben von rhythmischer Repetition, klarem Bildplan und Strukturwechsel. Einfarbig deckender Auftrag von Ölpastell kontrastiert mit feinen, dicht gezogenen Bleistiftgeraden. Es entstehen seriell und modular angeordnete Farb- und Flächenkombinationen, welche innerhalb einer strengen Horizontal-Vertikal-Gliederung leise und kontemplativ variieren.

www.joachimgriess.de
 
Karl Menzen, Foto: Karl Menzen

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Der Metallbildhauer Karl Menzen zeigt dreidimensionale Stahlskulpturen, die konsequent aus der Fläche entwickelt werden. Durch wenige Einschnitte und ein anschließendes Verdrehen der Teilflächen entsteht ein komplexes Raumgefüge, das im Spiel von Materialität und Leerraum, Licht und Schatten eine poetische Kraft entwickelt. .

www.karl-menzen.de
www.sender-fn.de/tag/karl-menzen
 
Gabriele Schade-Hasenberg, Foto: Angelika Weidling

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Bei Gabriele Schade-Hasenberg ist die Farbe zugleich Form, Mittel und Inhalt der Malerei. Ihre Bilder entstehen absichtslos aus einer Stimmung oder einer sensibilisierten Wahrnehmung heraus. Zahllose Überlagerungen dünner, homogener Farbschichten und der differenzierte Einsatz von Farbwert und –konsistenz kennzeichnen ihren Umgang mit Farbe als Material und das Erstellen von Bildern als direkte Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit.

www.farbmalerei.com/Schade-Hasenberg.html
 

Vernissage: Freitag, 21. Januar 2011, 19.30 Uhr

Start der KUNSTLOTTERIE "minimus maximus"
 

Lesung: Donnerstag, 3. Februar 2011, 19.30 Uhr

„Konkrete Poesie“, vorgetragen von GunnarHermann
 

Finissage: Sonntag, 27. Februar 2011, 19.30 Uhr

Finissage mit Künstlergespräch und Auslosung der Kunstlotterie
 
 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

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